Sylvester // New Years Eve

Dieses Jahr war was Besonderes. Das sagt man jedes Jahr, aber DIESES Jahr war wirklich besonders. Warum? Nun: Es gab kein „Dinner for one“ und keinen Sekt. Es war unser erstes und wahrscheinlich erstmal letztes Sylvester, das wir „alleinsam“ verbrachten. Es war sehr lang. Es war sehr heiß. Es war… unglaublich.

Wir hatten in den Blue Mountains einige deutsche Backpacker kennen gelernt, an die wir uns kurzerhand ranhängten, nachdem sie uns einen heißen Tipp gaben, wo man innerhalb von Sydney umsonst übernachten kann. Die Gruppe von knapp zehn Leuten bewegte sich mit einem Stop im Supermarkt („Orangensaft“) und gelegentlichen „Viva Colonia“-Gesängen der Kölner Fraktion um 11 Uhr langsam Richtung Innenstadt, um noch einen der begehrten Plätze direkt am Wasser zu ergattern. Als wir am Blues Point, einer Landzunge, von der aus man einen fantastischen Blick auf das Sydney Opera House, die Skyline und die Harbour Bridge hat, angelangten, waren bereits ca. 4.000 Frühaufsteher vor uns da. Weitere 8.000 sollten sich im Tagesverlauf noch hinzugesellen, bevor die Security den steten Strom von Feuerwerksenthusiasten, Sydneysidern und Touristen gleichermaßen, unterbrach. Die Temperaturen erreichten genau wie die Tide gegen 12 ihren Höhepunkt, weshalb unser erster Platz, etwas zu nah am Wasser (schwapp!) und ohne Schatten, gegen einen geeigneteren eingetauscht wurde. Ich lief nochmal los, um in einem kleinen Laden Sonnencreme, ein Seil für ein Sonnensegel und Proviant zu kaufen. An der Kasse hatte ich dann diese Auflistung von Dingen: 2 Flaschen Wasser, eine Packung Kekse, 1x Sonnencreme, 2x indische Naanbrote und besagtes Stück Seil.

Sechsundsechzig Dollar.

Ich wusste nicht, ob Lachen oder Weinen, trat zurück vom Kauf und machte mich in der Mittagshitze wütig auf zurück zum Supermarkt, wo ich ein ähnliches Ensemble für die Hälfte des Preises erstand. Der Rest des Tages verlief bis kurz vor neun unspektakulär: Es hieß geduldig Warten. Punkt neun Uhr wurde dann – in Deutschland undenkbar – für die jüngeren Zuschauer ein erstes Feuerwerk gezündet, welches für deutsche Verhältnisse schon opulent zu nennen ist. Nach weiteren drei Stunden war es dann soweit: Endlich kamen wir in den Genuss des für 11 Stunden ersehnten Spektakels. Für knapp 20 Minuten war der Himmel erhellt von 7 Tonnen Pyrotechnik, und zusammen mit 1,6 Millionen Menschen genossen wir ein einzigartiges Schauspiel aus der ersten Reihe. Die simultanen Ooohs und Aaahs, die angespannte Erwartung, die sich in sich stetig steigernder Orchestrierung von Feuer, Wasser und Architektur rapide entlud, die milden Temperaturen und die riesige Menschenmenge erzeugten eine dicke Gänsehaut.

Der Rückweg war dann eine Tortur, weil besagte 1,6 Millionen Menschen zurück nach Hause wollten – gleichzeitig. Die Kölner nahmen es mit Humor und brieten mit dem mitgebrachten Gaskocher mitten auf der Straße im Herzen Sydneys Würste, während wir darauf warteten dass sich die riesige Menschentraube vor dem Eingang zum Bahnhof verkleinerte.

Sylvester 2012/13 war aber nicht nur eine physische Herausforderung, sondern  auch eine fotografische. Nach 11 Stunden des Wartens und dem Herumspielen mit verschiedenen Kameraeinstellungen wurden die basalen Erkundigungen über Feuerwerksfotografie und das Herumgefummel an den Knöpfen innerhalb von Sekunden oder sogar Millisekunden auf eine harte Probe gestellt. Die Szene, die ich fotografierte, haben 1,6 Millionen Menschen mit mir aufgenommen, aber nicht ein einziges Foto wird genau dasselbe sein. Es kam nicht darauf an, ob mit einer sündhaft teuren Kamera auf einem hochqualitativen Stativ oder einem kleinen Camcorder aus der Hand – jeder hat versucht, das Beste herauszuholen.

Ich bin sehr dankbar für das Equipment, das ich benutzen darf, also meine geniale Kamera und ein geliehenes gorillapod von Leuten aus der Heimat, die es erlaubten, dass ich das Feuerwerk ablichten konnte, ohne es durch einen Sucher erleben zu müssen.  Genauso dankbar bin ich für den einzigartigen Platz, an dem wir sein konnten. Wie fantastisch war es, dass unser Flitterwochen-Sylvesterabend an so einem unbezahlbaren Ort stattfand! Aber vor allen Dingen bin ich dankbar für meine Frau, die mich nach einem ersten, zu recht eingeforderten Moment der Zweisamkeit mit diesem warmen, verständnisvollen Blick in den Augen zum Fotografieren entließ.

Schlussendlich war das ein wirklich spezieller Tag, weil unser Baby „angeklopft“ hat. Natürlich weiß die „primigravida“ (also Erstgebärende) zuerst nicht genau, ob es wirklich das Kind ist, was sich da regt, aber an Sylvester war es schon ziemlich eindeutig.

 

 

This year´s was something special. You say it every year, but THIS year was really special. Why? Well: There was no “Dinner for one” (German iconic New Year´s TV show broadcasted on every channel at least twice) and no champagne. It was our first New Years spent together as a couple, and probably our last for a long time. It was long. It was hot. It was… incredible.

We got to know some German backpackers in the Blue Mountains, that we kind of stuck with after they let us in on secret backpacker knowledge on how to sleep for free in Sydney. The group of about ten people slowly headed for the CBD to claim one of the highly sought after spots on the waterfront, not without the occasional “Viva Colonia”-Hymn of the cologne party and a self-explanatory stop at the supermarket for “orange juice”. When we arrived at Blues Point, a little Peninsula from where you can take in the magnificent views over the Sydney skyline including Harbour Bridge and Opera House, there were about 4.000 early birds, setting up camp before us. Another 8.000 should follow in the course of the day before security stopped the steady stream of firework enthusiasts, Sydneysiders and Tourists alike. At about noon, the temperatures (and tides!) reached climax, which is why we had to move our initial spot right at the water a bit further away from the splashing waves and into the shade. I went off again to get some sun screen, provisions and a rope for building shades with some tarpaulin the cologne boys brought. At the check out in a little corner store I had the following collection of items: 2 bottles of water, biscuits, sunscreen, two naan breads and that bit of rope.

66 Dollars.

Not knowing if to laugh or to cry, I stepped back from the buy and angrily went back to the supermarket, where I got a similar ensemble for half the price. The rest of the day wasn´t exactly spectacular or glamorous: It consisted of waiting patiently only. Strike nine – unthinkable in Germany – a small firework for the younger audiences was ignited. Even this was to be considered opulent for German standards. Three hours later it finally happened: We got to enjoy what we had sat and waited for for 11 hours.  About 20 minutes the sky was lit with 7 tons of explosives, and together with 1.6 million others we enjoyed a unique spectacle from literally the first row. The simultaneous Ooohs and Aaaahs, the sense of anticipation that unloaded in a steadily climaxing orchestration of fire, water and architecture, the mild temperatures and the immense crowd created huge goosebumps on everyones every extremity.
The way home was then torture, because 1.6 million people wanted to go home – at once. The Colonians took it with humour and sizzled some sausages on their portable gas cooker, sitting in the middle of a street in the heart of Sydney CBD, while we waited for a huge crowd in front of the train station to dissolve.

New Years Eve 2012/13 wasn´t only a physical challenge, but also a photographic one.  After waiting and adjusting settings back and forth for 11 hours, the basic research about fireworks photography and the fiddling about with the camera´s settings was put to the test in seconds and milliseconds. The shots I took were probably taken by 1.6 million others, too, but not a single one will be exactly the same. It didn´t really matter if you had a massive camera on a massive tripod or a little handheld camcorder, everyone tried to get the best they could out of it.

I am very thankful for the equipment I am entitled to use without having to see the fireworks through a viewfinder,that is my awesome camera and an immensely useful gorillapod, lent from people back home, as well as the one in a million spot that allowed for spectacular angles. How great was it that our honeymoon New Year´s took place in such a first class spot! First and foremost of all I am grateful for my wife, that after an initial rightfully requested first couple of seconds of watching together  sent me off to the edge of the harbor with that understanding warmth in her eyes.

Closing, I can say that it was also a very special day for us because our baby was “knocking”. Obviously, the „primigravida“ (woman bearing her first child) can´t be entirely sure what´s going on, because she feels things she´s never felt before, but on New Year´s Eve she was fairly certain.

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Woran wir wirklich denken/What we really think about.

Seit dem letzen Post ist wieder einige Zeit vergangen, und wir haben viel erlebt. Wir machen keinen Aktivurlaub, sondern liegen viel am Strand und machen Sightseeing aus dem Auto.  Wir haben einige sehr schöne Nationalparks besucht, und in sage und schreibe dreien davon die gleichen Leute, ein freundliches Ehepaar aus Canberra, durch Zufall wiedergetroffen. Meine Frau schläft sehr viel, mit Voliebe vormittags. Sie gaben uns ihre Karte mit der herzlichen Einladung in ihr Haus ins Australian Capital Territory! Einen weiteren sehr schönen Campingplatz, eine sehr gewundene Gebirgsstraße und ein verregneter Nachmittag auf dem Highway führten uns dann nach Newcastle. Der Bruder von Alison Ruß lebt dort mit seiner Frau in einem Haus, das aussieht wie aus einem Jane Austen-Roman.Wir haben keine zwei Rucksäcke, sondern einen Rucksack für mich, und einen großen Rollkoffer, den uns unser Zwischenmieter ohne mit der Wimper zu zucken gerne ausgeliehen hat. An besagtem verregneten Nachmittag blickte ich kurz rüber zu meiner im Beifahrersitz tief schlafenden Frau und schrieb kurzentschlossen eine sms, ob wir die Nacht dort verbringen könnten. Dieses Wetter ist wahrlich unaustralisch! Und obwohl ich den Namen verwechselt hatte, und sie uns vorher noch nie begegnet waren, öffneten sie ihr Haus wie selbstverständlich für uns. Meine Frau ist momentan sehr billig zu ernähren, sie isst wie eine Maus. Wir bekamen ein luxuriöses Abendessen vorgesetzt, duschten lange und ausgiebig in einer Dusche mit einem echten Duschschlauch, und schliefen in einem richtigen, bequemen Bett. Es gab auch einen 55″ 3D-Fernseher und eine XBox, die der Hausherr und ich gleich am ersten Abend malträtierten, als ob wir schon ewig dicke Kumpels wären. Wir blieben drei Tage auf ausdrückliche, wiederholte Einladung unserer Gastgeber. Alle geben uns Sonderbehandlungen und Lächeln. An einem Abend schauten wir den neuen James Bond, am nächsten tourten die Hausherrin und ich nachts die örtlichen Industrieanlagen für Fotos. Oder Schlüssel zu ihren Häusern. Als wir nach Sydney weiterfuhren, um eine Essenseinladung einzulösen, war es als ob wir uns schon ewig kannten. Oder auch diverse Kleidungsstücke und Bücher. Sydney war dann eine herbe Enttäuschung, weil wir eigentlich ein opulentes Mahl erwarteten, aber wegen des abartigen Verkehrs und dem engen Terminplan des Paares dann alles vertagen mussten, weil wir uns hoffnungslos verfahren hatten. Also ging es weiter nach Canberra zu den beiden Campern mit ihrem mobilen Haus. (siehe Fotos). Wir sind schwanger.

 Endlich ist es raus! Es war in den letzten Wochen schwierig, zu berichten, weil sich eigentlich alles um das Baby dreht. Alle Erlebnisse sind mit den Gedanken an das kleine Menschlein verknüpft, dass sich da entwickelt. Verschiedene Stimmen fragten schon, warum wir nicht durch tiefe Schluchten und hohe Berge wanderten, und wo die gefährlichen Tiere sind. Natürlich ist mit dem Wissen um ein kleines Lebewesen der Bungeejump oder Fallschirmsprung erstmal auf unbestimmte Zeit vertagt und wir machen einen ganz gechillten. Weil wir es erst kurz vor Reiseantritt bestätigen konnten (eine leise Ahnung hatten wir natürlich schon früher), war die Nachfrage nach dem Status des Rucksackpackens seitens Eltern und Freunden immer relativ steiniges Terrain.  Warum? Weil wir zuerst die Gelder beantragten, zwei Frauenärzte konsultierten, uns nach Kindergärten erkundigten (ja, jetzt schon!), Umsonst-Baby-Pakete abgriffen und versuchten, alle Spuren so gut wie möglich zu verwischen, schließlich heißt es man sollte vor der zwölften Woche noch nichts sagen, denn das Risiko wäre zu groß. Erst dann, recht kurz vorher, konnten wir daran denken, welche Hosen wir einpacken sollen.

Der Flug war echt hart, der gemischte Geruch von Fisch und Hähnchen, den wir gleich viermal „genießen“ durften und der beschränkte Platz selbst hinten in unserer Reihe mit nur zwei Sitzen war anstrengend. Die Flugbegleitung war aber sehr bemüht, wir bekamen extra Wasser, und eine Stewardess gab uns sogar eine große Geschenktüte mit vielen kleinen Dingen für das Baby. Vorher war ich für meine schon ziemlich müde Frau in der Drogerie und habe mich in der Strumpfabteilung eingehend über Trombosestrümpfe erkundigt, und ein recht teures Paar erstanden, sodass auch während des Fluges durch Kompression und viel Bewegung alles reibungslos „lief“.

Gut, dass wir vom Flughafen direkt aufs Sofa gelangten, wo wir die erste Woche nicht nur den Jetlag, sondern auch die ungewohnte Schwangerschaftsmüdigkeit gut aushalten konnten. Es gab Tipps von der jungen Mutter, Buchempfehlungen und guten Rat. In Brisbane wurden wir genauso gut aufgenommen, und konnten zu unserer Erleichterung auch über das Baby sprechen, denn besonders meine Frau litt sehr darunter, die gute Nachricht nicht unters Volk bringen zu können. Kurz vor Abflug hatten wir noch ihre Familie zu Besuch, die half unsere Wohnung für die Zwischenmieter klarzumachen. Natürlich habe ich keine Kiste und keinen Karton von der Schwangeren tragen lassen! Die jüngste Schwester der Liebsten entdeckte durch Zufall beim Räumen das Schwangerschaftstagebuch, dass ich zusammen mit ein paar Gurken (Standard, ich weiß!) und ihren Lieblingssüßigkeiten in ein Schwangerschaftspaket gelegt hatte, und zog blitzschnell die richtigen Schlüsse. Wie bei einer Entführung wurde ihr der Mund zugehalten und sie wurde ins Nebenzimmer geschleift, wo ihr der heilige Eid abgenommen wurde, Stillschweigen über das Geheimnis zu wahren. Dass das bei ihrer Freude und im zarten Alter von 14 Jahren geklappt hat, sei hier lobend erwähnt!
Dann standen wir noch vor der Herausforderung, in Australien einen Ultraschall machen zu lassen. Der erste Ultraschall in Deutschland konnte zwar die Schwangerschaft bestätigen, aber es war noch zu früh um genaueres zu sagen, also mussten wir in Australien nochmal gehen. Weil man aber eine Überweisung vom Allgemeinarzt braucht, hat sich das alles als ganz schön kompliziert rausgestellt. Schlussendlich waren wir in einem Krankenhaus im Hinterland, wo man keine Überweisung brauchte, allerdings gab es dort kein Ultraschallgerät, und die Ärztin musste extra gerufen werden, was viel Geld gekostet hätte. Das sehr bemühte medizinische Personal schrieb uns also unbürokratisch eine Empfehlung nach Coffs Harbour, wo wir nach langer Wartezeit unser Kind zum allerersten Mal sehen konnten. Der Moment, indem man klar und deutlich sieht, wie der kleine Körper sich bewegt, das Herz mit 167 Schlägen pro Minute schlägt und eine kleine Hand zu winken scheint, war wirklich magisch.

Some time went by since the last post, and loads was happening. We don´t do active stuff, we just lay at the beach a lot and do sightseeing from the car. We have seen some very nice national parks, and by chance met the same people in three of them. They are a friendly couple from Canberra. My wife sleeps a lot, especially in the mornings. They gave us their card along with an invitation to their house in the Australian Capital Territory! Another beautiful campspot, a winding dirtroad and a rainy afternoon on the highway later we were on our way to Newcastle. Alison Ruß´s brother lives there with his wife, and their house has a real Jane Austen feel to it. We don´t have two backpacks, but a backpack for me and a big rollable suitcase, that was lent to us by our lovely subletters wihout hesitation. On that particular rainy afternoon I looked to my left, where my wife was sound asleep, and I took a shot at asking if we could spend the night there. This kind of weather is not really what we came for! Even though I mixed up their name and they´ve never seen us before, for them it seemed to go without saying that we could stay with them. My wife eats like a mouse at the moment. We got served a delicious dinner, had a long shower with a proper European showercord  and were led into our private room with a luxurious double bed. Also, there was a 55” 3D-TV with an Xbox that the host and I used as if we´d always done it the first night. Since the guys were really keen to let us know we were quite welcome, we stayed for three days total. Everyone we meet grants us special treatment and frequent smiles. One night we caught the new James Bond at the movies, the next our host and me toured the local industrial buildings for pictures. Or keys to their houses. When we departed for Sydney to attend a lunch invitation, it was like we had known each other a long time. Or pieces of clothing and books. Sydney then was a bloody disappointment, because we should have gotten an opulent meal, but due to the outrageous traffic and the tight schedule of these people that invited us, we had to postpone, since we ended up lost in some random suburb far from our destination. Frustrated we went on to see the people in Canberra with their mobile home. We are pregnant.  

 

 

Finally it is out! In the last weeks it was so hard to report, because absolutely everything revolved around that baby. All the experiences are connected to the thought of that small human being that is already unfolding. Different people were asking why we weren´t seen in deep gorges and on high moountains, and where the dangerous animals are. Of course the occasional bungeejump or parachute fall is not on for some time now and we do a laid back one. We only got to confirm the pregnancy just before we left (a small inkling we had earlier on), which is why the question about the state of packing were rather oblivious to us. Why? Because we applied for various amounts of money, saw two doctors, checked out kindergardens (yes, already!), got free baby stuff and tried to cover our backs as good as we could, since it is not advised to go public before the 12th week. Just right ahead of the departure we could think of what pairs of trousers to pack.

The flight was quite hard to pull of, the mixed smells of halal chicken and fish, that we encountered four times was as hard to bear as the limited amount of space in economy class, even with our seats being the very last and just two in a row. The flight attendants were very sweet, though, we got extra water, twice the ration of puke bags (unused, jeah!) and one stewardess even brought us a big goodie bag with lots of small things for the baby. In advance, I went to the drugstore for my already quite tired wife and learned about all the different kinds of anti-thrombosis stockings. I purchased quite pricy a pair, so that during the flight everything “ran smoothly” with lots of walking and compression.

We were well off lying on the sofa for the first week, where we not just slept off the jetlag, but also endured the unusual amount of phlegmatic behavior in early pregnancy. There were hints by the young mum, book recommendations and valuable advice. In Brisbane we were accommodated quite in the same wonderful way, and since it is the end of the world and unavoidable we could even speak to people about it. Especially my wife suffers from not being able to tell anyone, when all you want to do is to shout the good news from the roof. Just before taking off in Germany, we had her family visiting and helping to clear our flat for our subletters. Of course no moving box was touched by the pregnant! The youngest sister of my beloved accidentally uncovered our little secret cleaning up a drawer, where she found the pregnancy diary I put in a box along with some gherkins (standard, I know) and her favorite sweets. Quite like in an abduction she was gagged and dragged into our room, where she was made to promise a holy oath not to tell anyone. This really happening with a 14-year old and with all the joy these news provoked, shall be pointed out with great respect!

 

Back to Australia: Another challenge we faced here, was to make an ultrasound. The first one we did in Germany was able to confirm pregnancy, but it was way to early to predict anything more specific, which is why we had to go for another one down under. Since you need a referral from a GP and we where moving along fast paced, it was all quite complicated. Finally we ended up in a hospital in the hinterland, where you didn´t need a referral, but they didn´t have an ultrasound device and the doctor would have been called in, which was unaffordable anyway. Still being very friendly, the medicinal staff wrote us a recommendation to Coffs Harbour Hospital, where we after a long wait could see our child for the first time. The very moment where you see that small body moving, the heart pounding with life at 167bpm and the little hand seems to wave at you – it is simply magical!

 

Auf zum Autokauf – Teil 2

Please scroll down for an English translation

Nach unserem ersten Autokauf Versuch stellten wir uns auf einen längeren Aufenthalt in Sydney ein. Heute, zwei Tage später, haben wir eben den Vertrag unterschrieben für UNSER ERSTES EIGENES GEMEINSAMES AUTO!
Auf der sehr empfehlenswerten Seite Gumtree (=Gummibaum) sind wir keine Stunde nach dem ersten missglückten Autokaufversuch fündig geworden.
Fast so alt wie ich selbst ist das gute Stück aber super in Schuss. Ein deutscher Backpacker hat es uns verkauft, ein Mechaniker hat es durchgecheckt (Preis sogar noch vom Kaufpreis abgezogen) und bis auf einen abgenutzten Bremszylinder und eine Zündkerze, die noch ausgewechselt werden mussten ist es super in Ordnung!
Und das beste: Im Kaufpreis enthalten sind (u.a):
– ein Gaskocher
– Geschirr, Besteck, Töpfe, Gewürze, diverses Essen
– eine über den Zigarettenanzünder laufende Kühlbox
– 2 Angeln
– 2 Campingstühle und ein Tisch
– Werkzeug
– ein riesiges Mosquitonetz
– und eine MACHETE zur Verteidigung!
Noch ist das Auto in der Werkstatt, aber morgen schon geht es weiter mit unserer Reise. Nächster Stop: Tenterfield. (Von dort ist dann erst einmal Funkstille zu erwarten. Wir besuchen ein altes Ehepaar, was den Liebsten auf seinem ersten Australientrip für einige Wochen aufgenommen hatte. Die Farm liegt fernab der Zivilisation – es gibt kein Internet.)
After our first attempt to buy a car we prepared to stay around in Sydney for a while. Surprisingly, we signed a contract for OUR FIRST CAR TOGETHER today!
We found it on Gumtree just about an hour after we went to the disappointing Sydney car market. (If you ever want to buy a car in Australia skip Sydney travellers car market and look on gumtree right away!)
This car is nearly my age, but it’s in very good condition.
And it comes with all kinds of camping gear, an esky, food, fishing rods, chairs, a table and of course a machete :-D.
We had it checked from a mechanic and he will fix the break cylinders and the spark plug but when this is done we’ll hit the road  and be on our way to Tenterfield tomorrow.
On sunday at church somebody asked us: WHY on earth is a young couple like you going to Tenterfield on their honeymoon? Well, here’s the explanation:
When my husband went to Australia in 2009 he ran out of money in that area. He went to a church and asked for help. There he met this awesome Australian 60something farmers couple, who had him over as long as he wanted and who treated him as their grandson – well, that’s why we have to see them again!
There won’t be much Internet to use back on the farm in Tenterfield, so be prepared not to hear from us in a few days.

 

„Just come to Newtown!“

Gestern haben wir ca. 130 Dollar bezahlt, und eigentlich nur ein Wartezimmer gesehen. Heute haben wir nichts bezahlt, und all das hier gesehen:

Yesterday we paid 130 Dollars just to see the the doctor´s waiting room. Today we paid nada and saw this:

Wir haben außerdem mit unserem Gastgeber in einem kleinen Straßencafé, in das kein Tourist jemals einen Fuß setzt, echten australischen Meat-pie im Bierteig bzw. Ziegenkäse-Lauch-Quiche verspeist. Awesome!

Also we ate genuine Australian meat pie with our host in a newtown streetside café tourists would never have found. Wunderbar!

 

 

„Gastprofessur“

Unter dem Namen „der Liebste“ durfte ich schon ein paarmal auf diesem Blog in Erscheinung treten. Für die Dauer unserer Flitterwochen darf ich als Gastautor auf diesem Blog wirken. Vielen Dank dafür! Doch zum Thema:

Nach einem langen, aber unspektakulären Flug mit Zwischenstopps in Dubai und Bangkok sind wir endlich in Sydney angekommen. Mein Jetlag hält sich in Grenzen, während meine Frau ganz schön leidet. Gut, dass uns ein Freund von mir direkt am Flughafen abgeholt, und zu sich nach Hause in einen wunderhübschen Vorort von Sydney gefahren hat. Diese paar Zeilen sind nicht besonders kreativ, aber ich bin schon froh sie ohne Tippfehler zustande zu kriegen! Bis auf dass uns der Jetlag fest im Griff hat, geht es uns also ausgezeichnet und alles ist sehr gut.

I was mentioned several times before as „the boyfriend/husband“, and for the duration of this honeymoon-trip of ours I will be eligible for being a guest author on this blog, which I´m really grateful for. But for now, on topic:

After a long but unspectacular flight with stops in Dubai and Bangkok we finally reached Sydney. My jetlag turned out alright, but my wife is suffering quite a lot. Good, that a friend of mine picked us up straight from the airport and brought us to a beautiful Sydney suburb. These couple of lines are not very creative, (apologies) but I am glad to finish them without typos! Except for the huge jetlag we are very good and everything is fine.