8 Monate Babysohn – 8 months of being a baby

Zuerst einmal (bevor ich dieses schon zwei Wochen überfällige Monatsupdate poste):
Wir sind wieder zu Hause. Dem Babysohn ging es nach zwei Tagen Infusionen schon viel viel besser. Eigentlich sollten wir auch noch eine dritte Nacht im Krankenhaus bleiben, aber es war so voll, dass wir schließlich gefragt wurden, ob wir uns zutrauen würden nach Hause zu gehen und erkennen würden, wenn der Babysohn wieder Flüssigkeit bräuchte. Dann sollten wir gleich wieder kommen. Wir trauten uns das zu und verließen dass Krankenhaus selig!!! Schließlich war es auch für mich, die ich den Virus auch habe, auch ganz schön anstrengend, vor allem, weil ich die erste Nacht fast nicht oder nur sitzend geschlafen hab, weil ich das Söhnchen mit Infusion im Kopf nicht mit in mein Bett nehmen durfte.
Außerdem teilten wir das Zimmer mit einem 14 Monate alten Baby, dessen Eltern es weder für notwendig hielten, nachts bei ihrem Kind zu bleiben, noch es am Tag zu besuchen. (Am Sonntag waren die Eltern ÜBERHAUPT nicht gekommen!!!)
Monatg kam dann noch ein Baby von 11 Monaten und auch dessen Mama blieb NICHT über Nacht…
SO nun aber zum Eigentlichen:

8 Monate Baby sein:

Lieblingsbeschäftigung: –> Krabbeln vor allem an Orte, an die ich nicht sollte (Steckdosen, Mülleimer, Waschmittel…)
Das mag ich sehr: –> wenn Mama und Papa mich von beiden Seiten ganz eng bekuscheln schlafe ich am besten
Das habe ich neu gelernt: –> Krabbeln erst wie ein Soldat durch den Schlamm, aber manchmal schaffe ich es auch schon in den Vierfüßler
–> mich selbstständig hinzusetzen
Das mag ich gar nicht: –> Die Prüfungs- und Hausarbeitenzeit (hassen meine Eltern aber auch) weil fast täglich jemand kam um mich spazieren zu fahren, ist ja ganz nett, aber eigentlich will ich nur BEI MEINER MAMA SEIN!!!

8 Monate Eltern sein: 
 

Neue Erkenntnisse: –> Prüfungszeit mit Baby ist nicht ohne (vor allem, wenn Baby krank und Mama schwanger ist), zum Glück haben wir viel Unterstützung und das nächste Mal ist bessere Organisation nötig
schön: –>  Babysohn beim Baden zuzusehen
–> zu beobachten, wie sich der kleine Herr über andere Menschen freut
–> unser Sohn LIIIIIIEBT Bücher
lustiger Moment:  ´Wir spielen Kuck-Kuck, der Junge lacht sich schlapp. Ich sage immer das englische „Peek-a-boo“ wenn ich zum Vorschein komme und plötzlich brabbelt Babysohn etwas, dass genau so klingt! ECHT!
Dafür fehlt die Zeit: –> ähm eigentlich alles was nichts mit Uni zu tun hat…aber das wird jetzt wieder besser, es sind ja Semesterferien
Nächte/Schlaf: nix zu beklagen. Zwischen mit 0-2 Stillunterbrechungen und das Kerlchen schläft bis halb/um acht oder sogar noch länger.
Bettzeit ist gegen 7 Uhr abends.
Und ein Mittagsschlaf mit dem Söhnchen ist gerade auch fast jeden Tag drin.

8 monate

Well, before I post that very late 8 months update, I wanted to tell you, that we are home from hospital. After two days of infusions baby son is very well again, which is such a relief to us! We were supposed to stay another night in hospital, but they were so full, that we were asked, if we wanted to go home, as long as we felt comfortable with telling when baby son got worse and coming back straight away. (Which of course we would have done)
T
hat was another big relief, especially to me, as we shared the room with one 14 months old (and later an 11 months old as well) whose mums didn’t stay with them in the hospital (the first boy didn’t even get visitors one day!!!!), so the nights were just a huge nightmare with no sleep…

Oh well, time for the monthly update now:

8 months of being a baby:

favorite thing: crawling (especially to places where I should NOT be, like the bin, plugs, washing detergent…)
I really like: –> when my parents lay really close to me in bed – best spot to sleep
I don’t like: –> exam time at university (my parents hate it, too) Because nearly every day somebody of my favorite people came to take my for a walk – but all I wanted was MY MUMMY!!!
I learned: to crawl, first like a soldier through the mud, but I get up to all fours more and more

8 months of being parents:

things we learned: –> exam time+baby=not easy
(even though we have a lot of suport from friends and family. next time we still have to be better organized.)
nice moments: –> to watch baby son have his bath – he enjoys it sooooo much
–> to see how much he loves his favorite people
–> to see that he LOVES books as much as I do
funny moment: We play Peek-a-boo (in English) and suddenly he „says“ peek-a-boo (well, at least it sounded a lot like he did :-D)
what I would need more time for: –> everything which was not uni related. But we are in the semesterbreak now, so it’s much better.
our nights: are good. he goes to bed at 7, needs 0-2 feedings and wakes up between half past 7 and 8 or even later if we are really lucky.
And big pregnant mama and big baby son usually manage to take a daytime nap together – very relaxing.

Advertisements

2 Monate Babyson – 2 months with baby

2 Monate auf der Welt sein:

 

Lieblingsbeschäftigung: lachen und „singen“
Das mag ich sehrwindelfrei sein
Das mag ich gar nicht: allein sind
Das hab ich neu gelernt: mich vom Bauch auf den Rücken zu drehen, mich mit Hilfe vom Aufstellen meiner Beine in Rückenlage herumzuschieben

 

2 Monate Eltern sein:

 

Neue Erkenntnisse: –> man kann auch mit Baby:
auf Konzerte, Hochzeiten, Reisen und abends lange aus- gehen
–> Ja, es stimmt – die Kinder werden unheimlich schnell groß. Bengelchen trägt nämlich bereits Größe 68!
Schreckmoment: Das Bengelchen liegt in der Mitte des 1,80m Bettes. Ich gehe kurz aufs Klo. Als ich wieder komme hat sich der Kerl der Bettkante gefährlich angenähert!
lustiger Moment: Es sind Sommerferien. Ich fahre mit meinem Baby im Tuch Zug. Der Schaffner kommt und sagt zu mir: „Na, du hast doch bestimmt ein Schülerferienticket!“ (?!?!)
Der glücklichste Moment: der erste Urlaub zu dritt
Auch wunderschön: Der anderthalbjährige Sohn der Eulenfreundin liebt das Bengelchen abgöttisch und will mit ihm Essen und Trinkflasche teilen. ❤
Nächte/Schlaf: Gegen halb/um 9 gehts ins Bett und dann schläft der Kerl so bis zwischen halb 6 und um 7! Und schläft dann nach dem Stillen wieder ein. Wir sind begeistert.
(NATÜRLICH gibt es da auch Ausnahmen 😀 )

IMG_2744

 

2 months of being a baby:

 

favorite things: laughing and „singing“
I really like: wearing no nappy
I don’t like: being on my own
I learned: to roll over from tummy to my back, to move when I lay on my back by putting my legs on the floor and pushing my bottom around

 

2 months of being parents:

things we learned:
–>with baby you can as well: be at concerts, stay up long, go on holidays and enjoy weddings
–> It’s true! They grow up SO fast! Babyson already wears the 4th size of clothes (size 3-6 months or 00)
shocking moment:
 Our son lays in the middle of our queen-size bed. I leave the room for only 2 minutes. When I come back he has moved right to the edge!
funny moment:  It’s summer holidays in Germany. I am on a train wearing MY BABY in the sling. A conducter comes to check tickets and says to me: „You have a school-girls holiday ticket, don’t you?
best moment: our first holiday as a family
very nice as well: My friends one-and-a-half-year-old LOVES our boy and wants to share his snacks and drink with him. ❤
our nights: Babyson goes to bed between half past 8 and 9 and sleeps until something between half past 5 to 7 and sleeps on after a feed. We are delighted!
(And there’s some exceptions of course…)

 

Babysitting Amerikanisch – American Babysitting

please scroll down, for the English version


Normalerweise treffe ich als Babysitter (in deutschen, gut verdienenden Familien) ungefähr auf diese Situation:

Das zu betreuende Kindlein befindet sich auf dem Boden zwischen pädagogisch wertvollen Spielsachen aus Holz, ein Stapel mit Fühl- und Klappbilderbüchern liegt bereit, im Hintergrund laufen wenn überhaupt klassische Musik oder Kinderlieder, gesungen von allerliebsten Kinderchören, in so hohen Tonlagen, dass ich sie eigentlich kaum verstehen kann.
Bevor die Eltern sich verabschieden wird eine halbe bis Stunde eingeplant, dass sich das Kind an mich „gewöhnen“ kann (auch wenn ich jede Woche komme).
Die Eltern erwarten von mir, dass ich ihr Goldstück die komplette Zeit bespiele (gern auch in Englisch), bevor das Kleine ein selbstgekochtes Mahl vorgesetzt bekommt (und oder austauschbar ein Fläschchen Muttermilch) damit ich es schliesslich in seinen Biowollefeinstrickschlafanzug hüllen und zu Bett bringen kann.
Danach begnüge ich mich mit Büchern, denn fast keine Familie, wo ich sonst babysitte besitzt einen Fernseher, knabbere Gemüse und trinke, wenn ich grosses Glück habe, ein Glas Saft.

ABER heute ist alles anders, was VIELLEICHT daran liegen mag, dass der zu betreuende Mr. ein richtiger Amerikaner ist aus Ohio.
Bei der Ankunft hoere ich schon im Treppenhaus den Fernseher schallen, es laeuft cbeebies (englischer Kika aber fuer Minis), zudem schallen verschiedenste Fisherpricegeraete um die Wette, der Babyboy kann zwischen verschiedensten tönenden, blinkenden und sich selbst bewegenden toys auswählen.
Seine Mommy weist mich kurz ein:
In der Kueche: Babycracker, Babykekse, suesser und herzhafter Brei, Mikrowelle, superauffangplastik Latz
Im Bad: Wannensitz, singendes Badespielzeug, diverses Babyduschgelzeugs
Im Kinderzimmer: Nachtlampe, Angelcaredings
Mir schwirrt der Kopf von den ganzen Dingen und Gebrauchsmöglichkeiten.
Wir kommen wieder ins Wohnzimmer, Mr. Baby sitzt inzwischen in einem fahrbaren „Lauflerntrainer“, der natürlich auch singt, die Eltern verabschieden sich mit: „Schalt ein, was du schauen willst und iss was du finden kannst, um 7 geht er zu Bett, vorher Bad und was essen!“
Kaum sind die Eltern weg, schlate ich erstmal den Fernseher aus. Und die singenden Spielzeuge, und befreie Mr Baby von der Lauflernstrapaze.
„Essen, der Herr?“ Da ist er pro, ich entscheide mich zwischen all den schönen meist aus Amerika importierten Sachen für normalen Brei. Er ist mit grossem Appetit und Sauerei, ich will ihn jetzt säubern, kann aber nirgends einen Waschlappen finden, dafür aber:
„Boogie Wipes“ – Feuchttuecher mit Weintraubengeruch???
Mmh, dann wasche ich dich eben in der Wanne, kleiner Mann, denke ich, lasse Wasser ein, kippe nur das nicht singende Entertainment in die Wanne und „Babys’r’us“ Babydeschaum hinzu, wow, der schäumt besser, als der billige von Aldi!
Den Wannensitz lassen wir weg, sitzen kann er ja schon.
Nach dem Bad geht’s ab ins Bett, blöd nur, dass ich das angelcare nicht angeschalten bekomme, naja, ich hoffe er erstickt nicht gerade.
Ich geh lieber mal kurz gucken – er lebt noch.
So, Fernseher wieder an, ein bisschen rumgezappt – HUNGER.
Die Auswahl im Kühlschrank kann sich sehen lassen und kochen muss ich auch nicht, alles mikrowellenkompatibel, zurück zur Flimmerkiste.
Leider lief da nichts, daher musste wordpress herhalten.
Andere Laender, andere Sitten, und das alles soll weder irgendjemanden beurteilen, noch rassistisch sein,  jeder erziehe (und lebe) wie er will, ich finde es spannend Unterschiede zu erkennen, gute Nacht.
When babysitting (in German families), I usually come into this situation:
The child to be (baby)sat on sits on the floor in between his or her wooden toys, a staple of picture books with touchy-feely pages is nearby, if there’s music in the background it’ll be classic or sweet children’s choirs songs tuning in such a high frequency, that I can barely hear them.
Before the parents leave they plan about 30 minutes up to an hour to let the small one settle with me, even if I come every week.
After the parents left I am suppose to spend just one on one time with the baby. After that she gets her (homemade) mashed food, then i’ll slid her into her (Bio)woolen Pyjamas.
When the little one is asleep I’ll read books or I’ll do Uni work, because most of the families where I babysit don’t have a TV.
I’ll snack on veggies and drink a glass of juice (if I got really lucky)

TODAY everything is different, it MIGHT be because the family where I am today is American.
I enter the flat and there’s the little mister on the floor, in between all his humming, moving and blinking fisher price toys. The TV shows some children’s TV show.
This is my first time to babysit here, so his mommy gives me a short trip around.
The kitchen contains: different kinds of baby crackers, biscuits and baby food, most of it imported from America , a microwave and a super absorber plastic bib 
The bathroom contains: a bathing seat, singing bath toys, a variety of Babyfoams
The nursery contains: an angel care thing, a nightlight
I am confused, I don’t know if it’s the singing toys or all the electrics I have to remember.
We come back to the living room and his parents leave with the short instruction: „Bedtime is at seven, watch whatever you like, and give him a bath, if you’re up for it.“
Firstly I  free him from his walking trainer and switch the TV off as well as ALL of the toys.
„Hungry, Mr. Baby?“ I ask him, he happily eats his dinner. It’s time for a clean up now, but i can’t find a cloth, BUT I find „Boogie Wipes“ with grape scent (seriously?!?)
They smell disgusting and he will now have a bath anyway, so we skip the wiping. 
I’ll run the bath and put all of the non-singing toys in as well as one of the imported babysoaps.
We skip the seat, he can sit up properly anyway.
It’s bedtime after bath time. He settles down perfectly, but I get quite stressed, because I can’t work out the angelcare thing, oh well, hope this little one doesn’t suffer right now,
just checked: he doesn’t. 
I turn the TV back on and zap through the programs and start feeling hungry. The kitchen is ready to be explored. There is SO much stuff I can’t even believe it, and luckily nothing has to be cooked, everything can go into the microwave.
Back to the telly. Sadly, nothing is on, so now you have to listen to my „adventures“ 
In Germany we sometimes say: „Andere Laender, andere Sitten“ which translates as different countries different ways of doing it.
This text was neither for judging anybody nor meant to be racist.
I think everybody should parent (and live) the way, which is best for them. It’s just interesting to see the difference.
Good night.