up up and away…

English in Italics. Deutsch Gerade.

Der August bringt:
…noch eine Hochzeit…
…noch mehr Grillwurst…
… unsere Seelen an RTL
…Bäder im ehemaligen Biogasbecken
…Sonne satt.
…ein Meeting mit 1000 Kühen für den Berlinpapa
…Babyboys  1. Babysitter (seine Tante) während Mutti im Rückbildungskurs schwitzt.
…einen Babysohn für ein Mütterpaar.
…Beendigung einer Hausarbeit 13 Minuten vor Abgabe für den Liebsten
…das erste DOTA Konzert in Söhnchens 8. Woche
…das Kennenlernen der Brandenburger Verwandtschaft fürn Boy.
(…Und dabei deren Herzen im Sturm zu erobern)
…dass Opas T4 Bus des Bengelchens liebstes Bett wird
…die Entdeckung von Kiel.

Und morgen gehts weiter über Kopenhagen nach Schweden.
(Und vielleicht blogge ich auch irgendwann mal wieder…Wenns kalt wird. Oder Winter. Oder so.)

What August brought:
…another wedding
…another BBQ
…that we sold our souls to a TV show
…a bath in an old gas tank
…a meeting with 1000 cows for Berlinpapa
…Babyboys first babysitter (his aunt) while Mama was sweating at her After-Birthing Class
…1 babyson for a 2-moms-couple
…finishing a paper 13 minutes before it’s due
…being at a concert before turning 2 (months!)
…meeting A LOT of relatives for the first time
…making grandad’s VW bus our boy’s favorite bed
…exploring Kiel

Tomorrow we are off to Sweden via Kopenhagen.
(I’ll probably blog again soon.
When summer is over. Or something.)

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SOMMER

Sommer ist für Mama:
– fast jeden Abend bei diversen Freunden zum Grillen eingeladen sein
– Picknick im Park
– kaum (Windel)wäsche, wil die Familie nur halbnackt durch die Lande spaziert
– draußen sein
– im nassen T-shirt zur Kühlung vorm Ventilator sitzen
– mit dem Tragetuch schwitzen
– spontane Kurztrips unternehmen
– auf Hochzeiten feiern
 – das von der Hitze geplagte ningelnde Kindchen schuckeln
– die erste Tomate vom Balkon ernten
– keine Zeit zum Bloggen haben

Sommer ist für den Babysohn:
– Freipullern beim Draußensein
– Mutters Flüssigkeitsreserven leerzusaugen
– sich im Freundeskreis der Eltern mit Süßsein in den Mittelpunkt drängen
– und so bei jeder Zusammenkunft jemandem finden, der zum Herumtragen bereit ist
– Opa, Omas, Onkel und Tanten die Ferienzeit versüßen
– im Fahrradanhänger kutschiert zu werden
– Babyschwimmen in See und Pool
– viel Hautkontakt
– tablettenloses Vitamin D

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for Mama summer is:
– a bbq with friends almost every night
– picnics in the park
– nearly no (nappy)laundry to do, as the whole family is halfnaked all the time
– being out and about
– sitting in front of the fan wearing a wet Tshirt
– sweating while babywearing
– going on spontanous mini-vacations
– celebrating friends getting married
– dealing with a baby in the heat
– harvesting the first tomato on the balkony
– having no time for writing blogposts

for my sweet babyson summer is:
– peeing nappy-free
– emptying mum because he’s too hot
– making himself the center of attention when his parents meet friends just by being himself 😀
– always finding someone of these friends to carry him around
– being driven around in the bike traler all over town
– making the grandparents, aunts and his uncle happy in their summer holidays
– babyswimming in pools and the lake
– much skin-to-skin contact
– tabletfree vitamin d

 

Unerkannt bekannt

Eigentlich soll ich auf Grund vorzeitiger Wehen das Bett hüten, aber wenn der Frühling endlich in die Stadt kommt, muss das genutzt werden.
So sitzen der Liebste und ich also heute nachmittag draußen vor der LUISE und essen hausgemachten Kuchen knapp vorm Cityring.
Ganz Leipzig ist mit uns draußen.
Da sehe ich ihn von hinten.
Ein Mann mit schwarzen Hochwassercordhosen, Gitarre auf dem Rücken, Hut auf den braunen Locken.
Keiner beachtet ihn.
„Das ist doch Gerhard Schöne.“ sage ich dem Liebsten.
„Nee. Der ist viel zu jung.“ meint er.
Da dreht sich der Mann um.
Und er ist es doch.
Bekannter Singer/Songwriter zu DDR-Zeiten, großartiger Liederschreiber für Groß und Klein. Sagt oft, was sich keiner zu sagen traut und macht so schöne und traurige Lieder, dass werdende Muttis schon mal losweinen müssen bei so schöner Musik.
Wir sollten ihn zum Kaffee einladen oder so.
Tun wir aber nicht.
Er dreht sich wieder um und läuft weiter, zum Bahnhof wahrscheinlich. Nach dem Konzert, dass er wohl gerade im städtischen Schauspielhaus gegeben hat.
Kein Auto vorm Theater, keine Menschenmassen und trotzdem, dieser Mann hat meine (und sicher so manch andere) Kindheit geprägt wie kein anderer. Er ist der Künstler, von dem ich am meisten Konzerte gesehen habe. Und hier erkennt ihn keiner.
Doch ich werde dafür sorgen, dass zumindest unser Kleines mit ihm aufwächst.
Und wer ihn noch nicht kennt, sollte das wirklich nachholen.

Gerhard Schöne

Actually I am supposed to spend my days in bed, because of too early contractions.
But today Spring finally arrived in town, so I just had to get out for a bit.
We decide to go to a comfy Cafe in town, where you get a coffee or tea plus a piece of lovely homemade cake for only 3 €!
Spring has all Leipzigers out of their appartments.
That’s when I see the guy.
He wears too short old black trousers, a black hat on his brown locks and a guitar on his back.
Nobody takes any notice of him.
Except me. I know who he is.
„Look, this is Gerhard Schöne I tell my husband.“
He is sure that I am wrong.
But the man turns around.
It is him!
We both get excited, probably as excited as a teenager would get who meets Justin Bieber or whoever similar.
He was a famous singer/songwriter in the GDR. His songs are for kids and adults. He wrote tons of them and they are all so good and so true. (And some are so sad that they make pregnant women cry 🙂 We both grew up with him and he’s the guy I saw the most concerts of.)
But as I said, nobody else notices him.
We should have invited him for a coffee or so. But we don’t.
He turns around again and walks on.
To the train station probably.
On his own, after a concert he just played.
(See video above and check his homepage, if you like. There’s sadly no English page about him.)

Schwimmen mit Delfinen // Swimming with the dolphins

Und schwupps – nach einer Stunde Flug kommen wir im schönen Auckland an, wo uns ein Shuttlebus zu unserer Autovermietung bringt. Für einen Bruchteil des vom Reisebüro errechneten Preises bringt uns nun ein selbstorganisierter Asphaltpickel mit der klangvollen Bezeichnung „Daihatsu Sirion“ durch die Nordinsel.

Morgens noch in Christchurch gewesen, ging es am frühen Nachmittag von Auckland auf der Nordinsel in strammmem Tempo weiter Richtung Norden. Der Verkehr in den Großstädten ist brutal, und die Kiwis fahren (noch) schlechter als die Australier!

Am nächsten Morgen dann das langerwartete Spektakel: Mit etwa 30 Leuten gings raus aufs offene Meer in die „Bay of Islands“, zu deutsch „Bucht der Inseln“. Im glitzernden Licht der Morgensonne gesellten sich dann auch bereits nach ca. einer halben Stunde die ersten Bottlenose-Dolphins zu uns. Selbst der erfahrene Skipper wurde ganz aufgeregt, und das Boot neigte sich unter der Last der schaulustigen und frenetisch knipsenden Touristen leicht zu einer Seite, was aber beim herrschenden Wellengang nicht weiter auffiel. Selbiger war auch für den Verbrauch etlicher Papptütchen verantwortlich, die im Verlauf des Trips mit dem halbverdauten Frühstück einiger Passagiere gefüllt wurden. Den Rekord für die meisten prall gefüllten Tüten hielt knapp vor einer französischen, dabei sehr lautstarke Geräusche von sich gebenden Dame – meine Frau.

Auch wenn die Seekrankheit ihren Traum vom Schwimmen mit Delfinen zu ihrer großen Frustration platzen ließ, blickte sie doch zwischen dem Wiederkäuen selbstlos auf und befahl mir sie zurückzulassen und ins Wasser zu gehen, was ich zögernd auch tat. Auch wenn die Delfine wohl nicht ganz so verspielt waren wie sonst (Schwimmpreis erlassen) haben sich meine kräftigen Züge ausgezahlt, und ich hatte einige Begegnungen mit den schillernden Leibern dieser beeindruckenden Säuger im offenen Ozean. Natürlich hatte ich die extra noch besorgte Unterwasserkamera in der Aufregung vergessen. (Geld aber selbst ohne Kassenzettel problemlos zurückgekriegt, coole Kiwis!).

Alles in allem sagt selbst die Frau, dass sich die Kotzerei für eine Begegnung mit wilden Delfinen voll gelohnt hat. Und obendrauf gabs noch Bombenwetter, tolle Inseln, Sturzflug-Fischfänger und majestätische Segelboote!*

* Klick auf die Fotos zum Vergrößern!

 

 

Olé – after one hour of a swift flight we arrive in pretty Auckland, where a shuttlebus takes us to our rental company. For a fraction of the price calculated by our travel agency a self-organized tiny car brings us around the north island, answering to the illustrious name of “Daihatsu Sirion”. Being in Christchurch in the morning, we went towards the north at a good pace. The traffic in the big cities is brutal, and the Kiwis drive (even) worse than the Australians!

The next morning then brings the long awaited spectacle: With about 30 other people we set sail towards the open sea in the “Bay of Islands”. In the glittering light of the morning sun the first pod of bottlenose-dolphins seeks our company. Even the experienced skipper gets all excited, and the boat drops to one side bearing the frenetically shooting cameras and their owners. Not that it was noticeable with quite some waves we had. These by the way were also the cause of an unusually high number of paper bags being filled with the half-digested breakfast of a lot of passengers. The record for the highest number of bags filled was – after a French lady making a lot of noise in the process – held by: my wife. Still, since seasickness destroyed the dream of swimming with the dolphins for her, she looked up between two rehashs and commanded me selflessly to hit the water, which I then hesitantly did.

Even if the dolphins apparently weren´t very playful this day, (no swimming charge for me) my bold strokes paid off and I had a couple of encounters with the shimmering bodies of these impressive marine mammals. Of course I forgot the underwater cam that I bought for the occasion in the general hectic and excitement. (Even got the money back without the receipt, blessed be the relaxed Kiwis!) All in all even the wife says encountering wild dolphins was worth it being sick as a dog for two hours straight. On top of that we also had beautiful weather, pretty islands, Kamikaze-fishing birds  and majestic sailyachts.*

*Click to enlarge pics.

mehr als tausend Worte // more than words

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* Hier ein kleiner Ausschnitt unserer letzten 10 Tage in (zugegeben kleinen) Bildern, weil es viel zu lange dauern würde alles aufzuschreiben. // Here is a little bit of our last 10 days in (admittedly small-sized) pictures, since it would take too long to write down everything that happened…