Hübsche Kinder / Beautiful Kids

 

Manche Menschen sind sehr fotogen, andere weniger. Die Kinder von den Leuten bei denen wir gerade sind (mehr Bilder auf  mavisandfrank) gehören definitiv in die erste Kategorie.

Some people are very fotogenic, others aren´t at all. The kids of the people we stay with at the moment (more pictures on mavisandfrank) definitely belong to the former.

public transport – öffentlicher Nahverkehr

Today I want to tell you something about travelling with kids in public transport inspired by mama for sale .
There’s two stories I have  to tell, both happend with my friend Ally’s kids.
Inspiriert von mama for sale geht es heute um die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln mit Kindern. Für die deutsche Übersetzung bitte nach unten scrollen.

Number one:
Ally’s little boy, as precious as he is and as much I love him, can be quite hard work. What helps to calm him down, is being carried in the sling, so sometimes I pick him up from his home, tie him to my body and take him out to trips to the library, to do printing for Uni and so on, so his mum can take a breath. (And how do I love this little one asleep on my chest!)
On day he is fast asleep and cuddled up to my chest. We get in on the stuffed tram, it’s so full, I can’t even get a hold of any handle.
Suddenly a man shouts through the whole waggon:
„You’re strangling him!“ I don’t react, because I didn’t realize he was talking to me.
„You, girl, YOU ARE STRANGELING IT!“
I finally consider to be talked to, try to show the man (who has quite a good view on my breasts while I do that) how the little one can breath, try to tell him how much he likes this and so on.
It doesn’t help, he yells and yells at me, so that I finally get off the tram and walk the last two stations.

Number two:
I am sitting in the tram with my beloved and Ally’s beautiful little girl, we are on our way to the Zoo. We keep getting the girlie excited for all the animals she’ll see at the Zoo in English, because she doesn’t speak any German, but with each other we still speak our mother tongue, which is German.
After a few stops the man in front of us turns around and asks in a disgusted voice. (and in German)
„You are German, right?“ We nod.
„And SHE doesn’t speak any German?“ We nod again.
„Why are you teaching her improper English then and not proper German?“
I don’t remember what we said, but we should have just pretended, that we actually ARE English, and not German. (I did that the next time, when something similar  happened at the Zoo – it worked pretty well :-D)

Nummer Eins:
Ich bin mit dem Söhnchen der australischen Freundin unterwegs, der sich im Grunde nur durchs Getragenwerden im Tuch beruhigen lässt. Wir steigen in die Bahn ein, er schlummert friedlich und schön warm eingepackt im Tragetuch, die Straßenbahn ist rappelvoll, ich habe nicht mal eine Stange zum Festhalten.
Plötzlich brüllt es durch die Bahn (in feinstem Sächsisch übrigens):
„Sie eorschtickn den doch!!“ Ich reagiere nicht, denn ich gehe nicht davon aus, dass ich gemeint bin, da ruft es wieder: „Sie, mid dem Kleeen, sin gemeent! Sie erschtickn den!“
Ich will das natürlich klären zeige, wie de Kleine friedlich schläft, mit voller Luftzufuhr. (dabei hat der Alte übrigens einen ziemlich guten Blick auf meine Brüste)
Es hilft nichts, der Opi schimpft weiter wie ein Rohrspatz, so dass ich schließlich aussteige und die letzten zwei Stationen zu Fuß gehe.

Geschichte Nummer zwei.
Diesmal sind der Liebste und ich mit der großen Schwester des Miniaustraliers mit der Straßenbahn unterwegs in den Zoo.
Da sie nur Englisch versteht, versuchen wir in ebendieser Sprache ihre Vorfreude auf die Tiere zu schüren, zwischendurch sprechen wir deutsch miteinander.
Irgendwann dreht sich der Mann vor uns um  und fragt, ob wir Deutsche wären, wir bejahen.
Darauf fragt er abfällig: „Wieso spricht dann ihre Kleine nur Englisch? Sollte sie nicht erstmal richtiges Deutsch lernen, bevor sie ihr falsches Englisch beibringen?“
Darauf fällt uns nichts passendes mehr ein. (so schlecht ist unser Englisch im Übrigen auch nicht!)

Aber das nächste Mal, als ich mit dem gleichen Kind dasselbe gefragt werde, tu ich einfach so, als würde ich kein Deutsch verstehen. DAS war dann ziemlich lustig. 😀

 

 

Deutschland, Deutschland…

Please scroll down for an English translation
Wenn man in Deutschland irgendeinen Behördengang erledigen muss, ist das immer nervig. Wenn man dann kein deutscher Staatsbürger ist, verschlimmert es die Sache um einiges und wenn man dazu auch noch die deutsche Sprache nicht beherrscht, ist es fast unmöglich, deshalb machte sich margarete_audrey gestern mit Allison Ruß und deren Physikermann, der hier in Deutschland versucht ein Gedankenexperiment für seine bahnbrechende neue Theorie zu finden, auf um deren Söhnchen in Deutschland registrieren zu lassen.
Bestellt waren wir 10:30 Uhr im Zimmer eins. Wir kamen völlig unaustralisch absolut pünktlich an.
Es folgt: Klopfen, Hineingehen, Anliegen vorbringen, falsch sein, weitergeschickt werden zu Zimmer 17.
Dort angekommen folgt: Klopfen, Hineingehen, Anliegen vorbringen, falsch sein, weitergeschickt werden zu Zimmer 14.
Dort ankommen und richtig sein. Trotzdem anklopfen, hinein gehen und warten müssen. Endlos später aufgerufen werden und die wohl unfreundlichste Sachbearbeiterin erwischen, die das Standesamt zu bieten hat: Frau Pingelig.
Alle Dokumente (die für nur 120 Euro offiziell ins Deutsche übersetzt wurden) werden vor Frau Pingelig ausgebreitet, damit die feststellen kann, dass die Dokumente in Autralien „so gaaaanz unübersichtlich aufgebaut sind“ (was margarete audrey NICHT übersetzt).
Nachdem Frau Pingelig dann doch verstanden hat, dass alle Dokumente vollständig sind, der nächste Aufreger: Auf australischen Heiratsurkunden steht nicht, für welchen Namen sich das gemeinsame Paar entschieden hat – ein überaus großes Problem, weil nun der Name des Passes der Mutter und der Name der Ehefrau des Vaters nicht übereinstimmen, also könnte die Frau vor der Beamtin schließlich auch die Schwester des Ehemanns sein, die hier mit falschen Papieren lebt! (und die zufällig am gleichen Tag geboren ist, wie die Ehefrau und zufällig auch die beiden gleichen Vornamen trägt)
Nach einer unendlichen und wiederum nicht übersetzten Diskussion zwischen margarete_audrey und Frau Pingelig heißt es wieder: warten.
Allison Ruß Söhnchen wird es aber langsam zu bunt, er braucht neue Windeln und eine ordentliche Stillmahlzeit, aber da es in der Abteilung für die Anmeldung von Babies einen Still-  und Wickelraum geben sollte, macht sich Allison Ruß auf, um das Kindchen zu versorgen und kommt nach fünf Minuten unverrichteter Dinge zurück, um mitzuteilen, dass der Still- und Wickelraum nur von acht bis zehn Uhr geöffnet ist, aber eigentlich verwundert in diesem Amt nichts mehr.
Das Söhnchen wandert von Mamas über Papas auf margarete_audreys Arm, schreit sich aber immer mehr in Rage.
Nach einer weiteren Wartezeit bekommt der Physikermann eine Rechnung über dreißig Euro ausgehändigt (für die Geburtsurkunde!) und nachdem diese in Raum 216 beglichen ist und man sich wieder vor Raum 14 eingefunden hat, verstreichen nur noch zehn Minuten ehe die Geburtsurkunde ausgehändigt wird.
Inzwischen ist es zwölf Uhr dreißig, das Kindchen schreit wie am Spieß und alle beteiligten Erwachsenen sind mit den Nerven am Ende.
Deutschland, Deutschland über alles…

If you have to use any civil service in Germany, it’s always very annoying. It’s even worse, if you are not a German citizen and if to all of it you do not speak fluent German, it’s nearly impossible, that’s why I yesterday went with my Australian friend Alsion Rus Wriggt (oh yes, that’s how the Germans pronounce Wright) and her husband to the well known „Standesamt“ to get their bundle of joy registered.
Our appointment was at half past ten, room 1. We arrived very unaustralian absolutely in time.
What follows is: Knock, walk in the office, tell the case, be in the wrong room, being send to room 17.
What follows  is: Knock, walk in the office, tell the case, be in the wrong room, being send to room 14.
Arrive there and be in the right room.
Nevertheless knock, walk in the office and walk out again and WAIT.
Being called in like an eternity later and get the worst office worker, this office has to offer, Mrs. Fussy.

We don’t care and put all documents, we had to bring in front of her. (by the way, the translation for these documents was just about 170 Australian dollars). The first thing Mrs. Fussy realizes is that the Australian documents are “sooo confusing”, so she can’t even see, if all documents are there. She takes her time to find out, but what’s that?
On Australian marriage certificates it doesn’t say, which name the new married couple chose, which is a huuuge problem, because the baby’s mum’s passport name and the name oft he wife on the marriage certificate are NOT the same! So maybe this woman in front of her is not Alison Kelly, the wife, it’s Alison Wright, which must be the dad’s sister or something, who lives her in Germany under a wrong name – with the same date of birth and the same middle name, but never mind…(And no, I didn’t translate that to Tony and his wife/sister/ or who ever she might be)
After a short (and again not translated – national proud, guys!) discussion between me and Mrs. Fussy we have to wait. Outside the office. Again.
Theodore has enough by now, he is in the need of a clean nappy and a proper feed, but no worries, we are in an office, where babies get registered, so there must be a changing room, somewhere. So Ally leaves, her little big sister girl and I read “By the big, big sea“ for the hundrest time, and Ally comes back. Theodore is still whining. Well, there was a changing room, but it was just open from eight to ten in the morning, sure, that’s the only time, where nappies need to be changed, but we do not wonder about anything anymore.
Theodore wanders from his mum’s over his dad’s to my arms, but he gets just more and more upset.
After a few more minutes, Tony gets a bill, just about 40 Australian Dollars, for the birth certificate, he leaves us, to find room 216 to pay the pill.
We do what we are best at and wait. (again)
But we just wait for ten more minutes, and then we are out. Theodore has his first official certificate, and welcomes it with crying, it’s at least 12 thirty and all adults are fed up.
Deutschland, Deutschland, über alles…

She’s so lovely

Lange gab es hier nichts zu hören hier bei margarete audrey, Schuld daran sind nur  mavisandfrank und Fräulein Tausendschön. Was Allison Ruß passierte, soll ein andermal berichtet werden, warum mich Fräulein Tausendschön vom Schreiben abhält, soll heute Bloginhalt sein.

Fürs Abi hat margarete audrey noch einmal die Schule gewechselt, vom Großstadtinternat ins fusionierte Provinzgymnasium. Schultag eins sah dann ungefähr so aus: margarete_audrey macht sich voller Aufregung zum ersten mal in ihrem Leben mit dem Schulbus auf den weiten Weg über sämtliche Kuhdörfer zur Schule. Dort begibt sie sich direkt in die prall gefüllte Aula mit geschätzten 1000 unbekannten Gesichtern. In der Aula stehen zwei Stuhlblöcke, jeder dieser Blöcke ist mit Gleichaltrigen besetzt, die sich feindlich anschauen, weil sie zum ersten fusionierten Jahrgang zweier feindlicher Schulen gehören, der „Tümpelpenne“ und dem „BerühmterPädogogenName Gymi“. Neue Schule ist übrigens die Tümpelpenne, in deren Block sich margarete audrey einfach so hineinsetzt und damit hinter sich gleich ein Getuschele a la „Die ist doch vom „BerühmterPädagogenname Gymi“ usw auslöst und sich sofort auf die andere Seite begibt, wo sie dann „Was will denn diese Tecihpennälerin hier?“ zu hören bekommt. Nein, Schultag eins war nicht leicht für margarete audrey, aber dafür lernte sie bald darauf nette EX „BerühmterPädogogenName Gymnasiasten“ kennen, darunter auch Fraulein Siebensachen, deren Cousine Fräulein Tausendschön, doch katzsächlich, wie Fräulein Siebensachen sagen würde, in margrete audreys Mathekurs saß.
Und in der nächsten Mathestunde fand margarete audrey Fräulein Tausendschön und in ihr tadaaaaaa eine beste Freundin.
In der Schule waren die Beiden eigentlich unzertrennlich, aber das Studium verschlug Fräulein Tausendschön dann 6,5 Autostunden nördlich, was margarete_audrey sehr traurig machte, denn eine Fräulein Tausendschön gibt es nur einmal in dieser Welt
Mit Fräulein Tausendschön kann man:
– einen unendlichen Lachflash bekommen
– mehr als vier Stunden am Stück telefonieren, obwohl man sich erst vor zwei Stunden gesehen hat
– sich wochenlang nicht sehen und trotzdem so fühlen, als hätte man erst gestern tschüss gesagt
– eine ganze Ladung Tiramisu verschlingen, ohne hinterher Gewissensbisse zu haben
– shoppen sogar bei Kaufland zu einem Erlebnis werden lassen
– stundenlang in einem Cafe sitzen und vorüberziehenden Menschen Dialoge in den Mund legen
– wunderbar entspannt verreisen.
Und genau das haben wir letztes Wochenende getan. Donnerstag morgens sagte margarete audrey: „Eigentlich würde ich gern noch mal mit Ihnen verreisen, Fräulein Tausendschön.“ Und darauf beschloss diese: Pack deine Sachen, margarete audrey, morgen gehts nach Prag.
Das war dann leider doch Fräulein Tausenschöns Partybus nicht zuzumuten, daher gab es „nur“ Urlaub im Ferienhäuschen vom Chef in Brandenburg.
Aber auch dort war es wunderbar entspannend, fast wie ein altes Ehepaar auf der Terasse zu sitzen, spazieren zu gehen, im Dunkeln zu liegen und über das Leben zu sinnieren wie man das halt so ist mit Fräulein Tausendschön, mit der es so schön ist, dass sogar der Liebste manchmal neidisch wird, weil sich margrete audrey mit noch einem Menschen in dieser Welt so gut verstehen kann, wie mit ihm.
Aber mach dir nichts draus, Fräulein Tausendschön, der Liebste mag dich trotzdem sehr, weil du mich froh machst – vielen Dank dafür.