BBD 6 – oder was man als Schwangere nicht tun sollte

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Neulich hatte ich hier schon einmal von Gerhard Schöne berichtet, den wir in der Stadt gesehen hatten, wo keiner ihn erkannte.
Darauf kaufte ich gleich Tickets fürs nächste Konzert in unserer Stadt, für 7 € kann man sich das schon mal gönnen!
Seit wir Gerhard Schöne getroffen hatten, hörten wir vermehrt diverse Alben an und freuten uns riesig aufs Konzert (und fragten uns, ob wir es überhaupt noch ohne Baby erleben würden 🙂 )
Irgendwann war er da, der Tag des „Die Lieder der Briefkästen“ Konzerts. Über das Konzert schreibt Gerhard Schöne selbst:

In meinem neuen Programm „Die Lieder der Briefkästen“ singe ich Lieder in Briefform, manche realen Briefen nachempfunden, andere frei erfunden.Der Bühnenboden wird von Briefen bedeckt sein, die ganz am Anfang von drei Briefträgern verteilt werden. Zwischen den Liedern möchte ich einzelne aufheben und daraus vorlesen.In der Pause kann das Publikum im Foyer Briefe beisteuern, aus denen im 2. Teil des Konzertes oder in einem späteren Konzert gelesen werden könnte.

Irgendwie eine wunderbare Idee, oder?
Und so ging es endlich los, Gerhard Schöne verkleidet als Briefträger sowie das halbe „Postmoderne Swingterzett“ stürmten zu Klavierklängen den Konzertsaal und verteilten Briefe, zogen schließlich ihre Postbotenkluft aus und das Konzert begann.Tja und da merkte ich, dass man als Schwangere nicht zu einem Liedermacher gehen sollte.Zu diesem Zeitpunkt – weil das erste Lied so schön war und ich Gerhard Schöne so sehr mag – brach ich erstmal in Tränen aus.
Ich versuchte mich zu beruhigen – schließlich fand ich das doch hier alles wunderbar – aber da kam schon Lied zwei. „Brief an das Fischlein“ – eine werdende Mutter schreibt einen Brief an ihr ungeborenes Kind, von dem sie gerade erfahren hat. Ihr könnt es euch denken, die Tränenbäche flossen. (WIEDER)
Für Lied 3 nahm ich mir fest vor, mich zu beruhigen. Aber: Es ging um den Brief einer Mutter an ihre verstorbene Tocher.(zu hören hier)
Mitlerweile schluchzte ich laut.Tja, um es kurz zu machen, eigentlich heulte ich das ganze Konzert über.
Weil es in den Liedern um Kinder ging, oder um schöne Erinnerungen oder weil es lustig wurde oder weil ich an vergangene Konzerte denken musste, die mich immer an einen lieben verstorbenen Menschen erinnern oder weil mich das Konzert so glücklich machte.
Es muss wirklich ein komischer Anblick gewesen sein, die weinende Dicke da in der ersten Reihe und ich frage mich wirklich, was Gerhard Schöne davon gedacht hat.
Am Ende des Konzertes war ich ganz ausgeweint und nass vom Halsausschnitt bis zum Bauchnabel.(Und brach gleich wieder in Tränen aus, als der Liebste mich auf das ganze Geheule ansprach 😉 )
Also, wenn ihr auch grad schwanger seid und euch mal glücklich weinen wollt, kann ich DIE LIEDER DER BRIEFKÄSTEN
nur wärmstens empfehlen. Und auch „normale“ Menschen ohne Hormoncocktail und Fischlein inside finden diese CD sicherlich ganz wunderbar!
IMG_8677A few weeks ago I already wrote about the German singer and songwriter Gerhard Schöne – you can read it here.
After we saw this guy in the city I immediately bought two tickets for the next concert, at only 7€ each!
After we had met him, we listened to his CDs a lot and were pretty excited for the concert (and pretty excited, too, if we would be there with a baby or not, as it was only a few days before the due date)
Well, the day with the „The songs of the letter boxes“ concert arrived.
Gerhard Schöne himself writes about this concert:

In my new programm „the songs of the letter boxes“ I will sing songs as if they are letters. Some are inspired by real letters, some are only fantasy. The floor of the concert hall will be covered in letters, which some postmen will put there in the beginning of the concert. In between the songs, I’ll read out a few. At break time the audience can write letters, which will be read out in the second part of the concert or at a later concert.

What a wonderful idea, isn’t it?
Well, the concert finally started. Gerhard Schöne, dressed as a post man entered the concert hall followed by the „Postmodern Swing Trio“
They all got rid of there post man coats after throwing the letters around and started to play.
THAT was when I realised that you should not go to a concert of a singer/songwriter when you are pregnant.
I’ll tell you why.
As soon as they started to play, I started to feel the urge to cry. I have no idea why, but the tears just kept coming and I finally gave in at let them out.
I tried to calm down, because really, I was so happy to be at that concert.
I tried to stop my tears for song number two.
Well, the second song was a letter from a woman who had just found out that she was pregnant to her unborn Baby, which she called her little fish.
(I guess you can imagine how that hit me 🙂 )
I promised myself so stop crying by song number three.
Well, it was a letter of a mum to her daughter who had died as a baby. (TRUE STORY)
I did not only cry by then, I was sobbing. A LOT.
To shorten things: I nearly cried thorugh the whole concert.
Some songs really were sad. But most of the time I cried on, because a song was so nice. Or because it was about memories. Or I cried because Gerhard Schöne’s concerts always remind me of a person I loved a lot, but who died 13 years ago.
Or I just kept on crying because I couldn’t stop.
After the concert I was wet almost all the way down to my belly button!
When we went outside, I had finally managed to stop, but as my husband asked about all the sobbing I started AGAIN.
Yes, pregnancy and hormones are a great joy!
I seriously wonder, what Gerhard Schöne thought of this fat lady in the first row, who was crying through his whole wonderful concert…
And I can’t wait to introduce my baby to Mr. Schöne’s beautiful music.
(PS: you should google what schön means – it’s his real name!, btw 😀 )

 

BBD 5 oder I scream ice cream!!!

Seit Freitag Nacht sind wir stolze „Besitzer“ des geliehenen Autos der Schwiegereltern, solange bis es verkauft wird. Und mit einem Auto ist man auch mit Muddi-Wal vorerst wieder mobil.
Samstag mittag dann, während draußen der Dauerregen begann, fragten wir uns, was man denn so machen könnte, an diesem trüben Tag.
Dem Liebsten war es egal, hauptsache er würde abends irgendwo „DAS SPIEL“ sehen können. (sonst interessiert er sich ja nicht sooo für Fußball, aber wenn garantiert die Deutschen gewinnen…)
Wenn man aber ein Fußballspiel sehen will, macht sich ein Fernseher ganz gut, den haben wir leider nicht. Und über den Livestream zu gucken kam auch nicht infrage, denn wenn viele Leute gleichzeitig im Livestream gucken, dann funktioniert das meist nur noch stockend.
In die Kneipe hätte er gehen können, allerdings will er seine schwangere ständig vor sich hin wehende Frau auch nicht mehr wirklich allein zu Hause lassen.
Eulenfreundin und ihr Bald-Mann, unsere einzigen Freunde mit Fernseher, wollten das Spiel nicht sehen ABER zum Glück hat der Liebste zwei supernette Schwägerinnen, die obwohl absolut fußballdesinteressiert, ihm erlaubten auf deren Fernseher zu glotzen.
Und weil wir nun dazu sowieso schon die 20 km zu meiner Familie fahren mussten, dachten wir uns, das ganze gleich mit einem Babydate zu verbinden.
In der Kleinstadt aus der ich komme gibt es wirklich nichts AUSSER einem wunderbaren Softeiscafe, seit 1977 bestehend. Besitzer und Inventar sind original aus Gründungszeiten aber das Eis ist wirklich superlecker. (und garantiert keimfrei-da lange ich auch als Schwangere ohne schlechtes Gewissen zu)
Und für läppische 6,30 € für zwei Eisbecher haben wir uns unser vielleicht letztes Date als Nichteltern so richtig schmecken lassen.
GDR-Style Eis-MuddiWe are „owning“ a car now. It’s my in-law’s old car and we only have it until somebody else is interested in buying it, but as long as we have it we are mobile again. (Even with me being as big as a whale now!)
Yesterday afternoon we wondered what to do on this horrible rainy day. (7 degrees and rain for my non-German friends in pre-summer)
The only thing my husband wanted to do was to watch the Champions League match in the evening. (Usually he really isn’t into soccer – at all, but you know, with Germany playing against Germany, which means Germany will win…)
But if you need to watch a soccer match you either need very good internet, which we don’t have or a TV, which we don’t have either.
So he called the only friends we have who actually own a TV – but they were not watching the match.
He could have gone to a pub or some public viewing, but he just doesn’t want to leave his lovely wife alone anymore, since she is having contractions constantly…
BUT luckily he has two very nice sisters-in-law living only 20 km away, who are not interested in football at all but nice enough to skip their usual Saturday evening program and watch the match with him on their TV.
And since we were already going the 20 km to my hometown, we decided to use this trip for a babydate as well.
You need to know that I come from a VERY small and rather ugly town in the countryside. There seriously is NOTHING.
Except for the best ice cream shop ever. It’s been there since 1977 and is still run by the (now rather elderly) couple who opened it back then and it still looks like in the old times as well.
But the ice scream they make is just delicious!
And an „EISBECHER“ which is a cup filled with ice scream, fruit, homemade cream and toppings is only about THREE Euro (that would be about 3,80 US$ or 4 Aussie $ or about 2,56 Sterling for all my friends abroad)
We really enjoyed our little date, which was probably the last date as a non-parent…EVER.

BBD 3&4

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Die Zeit rast, ich werde immer runder und bin manchmal wegen immer öfter werdender Wehen kaum noch fähig irgendwo hinzugehen, aber trotzdem haben wir es in den letzten paar Tagen wieder zwei Mal zu einem Babydate geschafft.

Date 3, organisiert vom Liebsten, stand unter dem Motto „Sweet Love“ – mehr als das wusste ich auch nicht, als er mich von der Uni abholte.
Es ging dann in eines der Kinos unserer Stadt, wo zumeist anderes läuft als die normalen Hollywoodblockbuster.
Und weil wir bereits den 17 Uhr-Film sahen, hatten wir das Kino, ganz Sweet-love mäßig, auch fast für uns.
(Besonders gut auch für eine Schwangere, die mindestens einmal pro Stunde die Blase leeren muss)
Gesehen haben wir:
Das Leben ist nichts für Feiglinge
Ein wunderbar witziger Film, der trotzdem (auch Nichtschwangere) zu Tränen rührt.
Nach dem Film gings dann bei Manoa dem allerbesten Frozen Yogurt Laden der Stadt weiter mit der Süßen Liebe.
(Für Eisfans: Manoa gehört 3 ehemaligen Studienfreunden und ist deren erster Schritt in die Arbeitswelt mit dem Ziel unsere Stadt mit nachhaltiger Eisproduktion und immer wieder neuen Kreationen ohne irgendwelche Zusatzstoffe zu versüßen!)

Date 4 war weder vom Liebsten noch von mir organisiert, diesmal haben uns Freunde zu einem 6er-Date mitgenommen.
In Leipzig gibt es nämlich das Sol Y Mar ein Wohlfühlrestaurant mit Sitz- und vor allem LIEGEmöglichkeiten.
Dort wird jeden Sonntag zum Brunch aufgetischt, der so beliebt ist, dass man bis zu 6 Wochen im Vorraus reservieren muss, um überhaupt einen Tisch zu bekommen!
Aber das Ganze lohnt sich wirklich, denn für 11,80 € bekommt man dann kaltes und warmes Buffet, Obstberge, Desserts, Kuchen, selbstgemachte Aufstriche und Kalt- und Heißgetränke, bis man platzt!
(Und obwohl unsere 4 Mitdater (noch) kinderlos sind, sprachen wir trotzdem viiiel über unseren Nachwuchs… 😀 )

Mal sehen, ob wir noch ein oder zwei Dates als elternloses Pärchen schaffen, oder ob unser Kleines die Gunst nutzt, dass es jetzt (zumindest laut Frauarzttermin, der meiner Meinung nach nicht ganz stimmt) kein Frühchen mehr ist und sich bald auf den Weg macht…

Time is running, I am getting bigger and bigger and the times where I can’t go anywhere anymore because of contractions are getting more, but we still managed to date each other and enjoy still being only a married couple (NOT FOR LONG ANYMORE)

For our third Before Baby Date my husband inveted to spend an evening with the motto „Sweet Love“.
First he took me to one of the independent 
cinemas of town where we watched a sad but very funny movie called „Das Leben ist nichts für Feiglings“ which translates as „life is not for fainthearts“ – sadly there’s no English dubbed one (yet).
We watched this movie with only 4 other people, which was good for the romantic date athmosphere as well as for me the pregnant mum, who needs the toilet once every hour. (AT LEAST!)
Afterwards I was taken to Manoa – my FAVORITE Frozen Yogurt Place in the city.
And if you love Fro Yo and you happen to come to Leipzig, you definitely need to pay a visit, because this shop is owned by three young people, who just finished their studies.
They come up with awesome new recipes all the time. (Did you ever try rhubarb-vanilla or white choc-hazelnut frozen yogurt?) And everything is made by high quality natural ingredients, no artificial colors (and other weird stuff you don’t need) allowed.

DATE 4 was neither planned by me, nor by my husband.
We got invited by friends to go on a three-couple brunch date with them and another befriended couple.
We all went for Brunch to a very comfy restaurant in town, where you can either sit to eat or even LAY DOWN!
It’s called Sol Y Mar . Their Brunch is so loved by Leipzigers that you have to book up to 6 weeks in advance to take part. And even though we didn’t date only by ourselves we still spend a lot of time talking about the baby and becoming parents.
Well, I hope we’ll manage another date or two before our little one arrives, but you never know…

 

BBD

English in Italics
Hä? BBD – was ist das denn?
MMh, BBD, das sind Before Baby Dates.
Noch in Australien kam mir die glorreiche Idee, dass der Liebste und ich die Zeit zu zweit nochmal nutzen sollten, um zusammen ein paar tolle Dinge zu erleben, bevor das Baby kommt.
Klar, wir verbringen auch so ziemlich viel Zeit miteinander und sehen uns fast jede Minute (gerade kann ich einfach auch nicht mehr ohne ihn sein!) aber es ist trotzdem immernoch etwas besonderes sich zu daten.
(Aufgrund vom Schwangerschaftsblues und dem vielen Liegen der letzten Wochen konnten wir leider noch nicht so viel machen, aber noch bleiben uns 54 weitere Tage bis wir zu dritt sind.)

BBD – what’s that?
Well, it’s an idea that came into my head when we were still in Australia. It’s our Before Baby Dates.
Special things just for the two of us to enjoy until our little one arrives
.
Sure, we already spend most of the days together (it’s awesome to be a student and I can’t and don’t want to be without him anymore anyway!) but it’s still something special to really „date“.
(Sadly we couldn’t date as much as we planned to yet, because of me having to lie and feel a bit down, but we still have 54 days left until the big day!)

Unsere BBDs laufen wie folgt ab:
Einer sagt: heute morgen/mittag/abend haben wir etwas vor und der andere muss mit.

And that’s how our dates work:
One of us tells the other that he or she planned something for the days morning/lunchtime/evening and the other has to come without even asking what’s going to happen.

Date eins (vom Liebsten ausgesucht) führte uns zum Lieblingsvapiano, wo wir es dann für ganze 30 Euro mal so richtig krachen ließen 😉
Date zwei (ausgesucht von mir) war eigentlich gar nicht so wirklich ein Zweierdate, schließlich wurden wir begleitet von unserem kleinen Londonboy, der gerade dreimal die Woche für 6 Stunden bei uns in Betreuung ist.
Da der aber auf dem Fußboden schlief konnten wir unser tolles Frühstück für zwei im „Hotel Seeblick“ wunderbar genießen.
Dieses „Hotel“, wobei es sich eigentlich um eine Bar und ein Restaurant ganz ohne Wasseranbindung handelt, ist übrigens SEHR empfehlenswert, falls es irgendjemanden mal in die Leipziger Südvorstadt verschlagen sollte.
Dort kocht man ganz ohne Glutamat und Co, dafür aber umso frischer, preiswerte europäische Leckereien und brät fantastische Burger.

On date one (organized by my husband) we went to our favorite Italian called the Vapiano, where we ordered everything we liked without checking prices at all.
Date two (organized by me) was a breakfast date. Well, we weren’t really on our own, as we had a little Londonboy with us, who we currently babysit three times a week for a couple of hours, but he was asleep, so that doesn’t count.
We had an awesome breakfast at the „Hotel Seeblick“ (which translates as Seaview Hotel) and actually it’s not a hotel at all and there’s no seaview anywhere near as it is located in the middle of the city, but if you ever come to the Leipzig Südvorstadt you should definitely pay a visit.
The food is really fresh there, they don’t use glutemate or any chemical subtitutes and have a big (and quite cheap) variety of European food and some of the best
burgers in Leipzig.

English style Salami nur für den Mann Londonboy