Meine Hebamme – my midwife

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Gestern erst war ich wieder bei „meiner“ Hebamme, in der Praxis gleich um die Ecke. Wie schon beim Babysohn lasse ich diesmal die komplette Vorsorge (außer die 3 Ultraschalle) bei der Hebamme machen.
Das heißt für mich:
-immer sofort dransein, wenn auch mein Termin ist (und nicht eine gefühlte Ewigkeit beim Gyn hocken und warten…)
-30-60 Minuten Betreuung/Gespräch/Lachen/Ängste nehmen/Vorfreude schüren/sich gut verstehen
– keine Panikmache sondern Freude teilen (gestern zum Beispiel als wir das erste Mal Babys Herzchen lauschten)
– keine unnötigen nervigen Untersuchungen (CTG zum Beispiel, ist eigentlich erst ab Entbindungstermin vorgeschrieben, vorher nicht aussagekräftig, sinnlos, für die Mama meist unbequem und bringt oft auch noch Ängste mit sich, weil des Nachwuchses Herzschlag die 20 Minuten Aufzeichnungszeit vielleicht gerade mal zu schnell oder zu langsam ist)
und für unser Minimini heißt das: eine entspannte Mama.
Und nach der Geburt wird sie jeden Tag zu uns kommen, solange wie es halt nötig ist. Die Abstände der Besuche werden sich verkürzen, aber ihre Handynummer darf ich trotzdem noch wählen, solange ich ihren Ratschlag für nötig erwäge.

Zur Geburt dann, werde ich wieder ins Krankenhaus gehen. Und dort werde ich wieder liebevoll von meiner Geburtshebamme empfangen. Ich habe den Luxus sie kennen zu dürfen, es ist eine Schulfreundin von mir. Sie wird bei mir sein und zwar DIE GANZE ZEIT. Und wenn es diesmal nicht nur 6 Stunden dauert, sondern 30. Sie wird mich unterstützen und für mich da sein. Sie wird mich anspornen und mir Mut machen und neben meinem Mann die erste Person sein, die sehen darf, wie ich auch mein zweites Kind in die Welt bringe.
Dank ihr, hatte ich beim Babysohn meine gewünschte Wassergeburt, obwohl es gar keine Geburtswanne war. Dank ihr kam der Sohn in einer entspannten Athmosphäre zur Welt, obwohl das Krankenhaus völlig überbelegt war. Dank ihr konnte ich an meinen Prinzipien einer natürlichen Geburt ohne Interventionen und lästige Unterbrechungen festhalten.
Und so möchte ich bitte auch Nummer zwei zur Welt bringen.
Und Nummer drei eigentlich auch.
(Und Nummer vier? Und fünf? 😀 )

Aber vielleicht wird das schon bei unserem dritten Kind nicht mehr möglich sein, weil es ab Sommer 2015 keinen Versicherungen mehr für Hebammen gibt – das heißt nicht nur, dass es keine Hausgeburten und keine Geburtshausgeburten mehr gibt, sondern auch, dass die komplette Vor- und Nachsorge wegfällt. Auch in den Kreißsälen haben dann nicht mehr die Hebammen das Sagen, sondern der Arzt unter dem sie versichert sind.
UND DAS IST NICHT ZU TOLERIEREN.
Daher kann man zum Beispiel:
–> diese Petition unterschreiben
oder als Leipziger
MORGEN (8.3.) UM 14 UHR ZUR MAHNWACHE ZUM NIKOLAIKIRCHHOF kommen!!!
(oder an einer Mahnwache in eurer Nähe teilnehmen)

Yesterday I met my midwife for the third time that pregnancy. Your medical system might be different to what we have in Germany but for birthing and pregnant woman it’s very advanced back here.You go to a check up every for weeks until you are 30 weeks pregnant. After that it’s every second week and when you’re over your due date, you go every two days.Next to that you get 3 ultrasounds, which have to be done by a gynacologist.
All the check-ups can be done by a gynagologist, too, OR you can do them with the midwife you chose. In my opinion that is the option to go for.
It includes:
–> no waiting time at the doctors
–> 30-60 minutes one-on-one time just to check you (check baby’s heart beat, your urine, where your uterus is located, talk about your feelings – which doctors mostly do not do, get some help for problems you perhaps wouldn’t go to the doctor with, like heartburn…, check your blood pressure and maybe check your blood)–> spending time with somebody who is as excited about the baby as you are
–> sharing your feelings and fears
–> no unnecessary checks like the CTG from week 25 on
And after birth your midwife comes to visit every day for the first ten days to check baby’s weight and your well-being. She continues to come until Baby is 6 weeks old or so and you can still call her with problems for how long you feel you need to do it!

When it’s time to give birth I’ll go to hospital, where, like last time, my friend, who is a midwife, will already wait for me (That’s a very lucky situation). She’ll stay with me for my whole birth, no matter how long it will take.
She will make sure that I get the birth I planned for (like a waterbirth last time, even though the tub was not a licensed birthing tub) and she will make sure no meds will be pumped into me to speed the birth up. She, too, will keep people from talking me into pain killers if I want to birth naturally.
As long as there are no problems, there will be no doctors around. AND THAT IS HOW IT IS SUPPOSED TO BE, with birthing in Germany.
But now, this is supposed to changed next summer, because the insurance for midwifes resigned, and without insurance none of them can work anymore.
Which would probably mean for us mums:
–> no afterbirth care at home
–> too much intervention in birthing because now doctors, who are not trained in birthing are now running the birthing room–> panicking and stressed out mums…
–> no more home birthes

Of course people try to work against that. There are demonstrations all over Germany right now, I’ll be going to one tomorrow in my town.
And there’s a petition you could sign, too, if you like to prevent Germany from a life without midwifes.

 

 

 

 

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3 Gedanken zu „Meine Hebamme – my midwife

  1. Ich finde das toll:) Habe das auch so gemacht, war nur für die 3 Ultraschalls beim FA, sonst nur meine Hebamme. Schwanger sein ist keine Krankheit und gehört nicht vom Arzt betreut!!
    Und das ich keine lästigen CTGs hatte, fand ich auch toll. Können nur leider viele nicht verstehen, es wäre doch so toll das Herz schlagen zu hören…Aber warum das Baby dann ständig gegen dieses Gerät am Bauch tritt, das fragt sich keiner:(
    Leider gibt es in meiner Stadt nur noch 4 freiberufliche Hebammen, die auch Geburten durchführen. Ich hoffe sie überstehen das, denn das nächste Kind soll eine Hausgeburt werden.
    Liebe Grüße!!

  2. Oh, das klingt sehr gut! Ich beneide dich. Eine gute Hebamme ist sehr viel wert. Ich suche gerade und habe mir das irgendwie einfacher vorgestellt.

    Das mit den Versicherungen, verstehe ich einfach nicht. Ich würde eine Hebamme einem Arzt auch bevorzugen, solange alles normal verläuft. Die kennen sich doch viel besser aus. Einfach blöd!

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