THE DAY (Part 2)

Teil eins meines Geburtsbereichts gibts hier.
This is part one of my birth story.

Please scroll down for the English version.

Er ist also da. Der Mann weint und bestaunt sein kleines Wunder. Ich staune über das, was ich da gerade vollbracht habe. Die Hebamme staunt über das schnelle Ende.
Aber ich merke schon die nächste Wehe.
Also wird dem Liebsten die Schere in die Hand gedrückt und er nabelt den kleinen Mann ab, während das Wasser in der Wanne abgelassen wird.
Dann bekommt der Liebste seinen Sohn in den Arm und ich bekomme die Plazenta.
Alles ist toll, alles ist schön und die Zweithebamme, die für die letzten paar Minuten mit im Raum war, fragt ob sie mich waschen soll.
Ich will aber lieber selber duschen und zu meiner und ihrer Verwunderung stehe ich auf und mache das auch.
Da kommt plötzlich ein riesen Schwall Blut – sehr viel Blut.
Jetzt bekomme ich nichts mehr so richtig mit.
Der Liebste wird angewiesen nach dem Oberarzt zu klingeln.
Ich werde aufs Gebärbett gepackt.
Unsere Geburtshebamme stellt eine OP Lampe auf und der Arzt stürmt in den Raum.
Der ist erst einmal richtig genervt, weil er in meine Rollvenen noch einen Zugang legen muss (den ersten hatte ich mir unter der Geburt gezogen) und dann meckert er über die alte Lampe.
Ich bekomme Infusionen während der Arzt die Ursache der Blutung sucht, da kommt auch schon der zweite Schwall Blut.
Diesmal werden die Laken auf dem Bett gewogen, es sind 1,1 Liter.
Der Arzt sagt mir, dass er keine Narkose setzen kann, aber ich bekomme von der ganzen Situation sowieso nichts mit. Ich fühle nichts, merke die Anspannung nicht, denke das ganze Prozedere dauert nur 5 Minuten.
Der Arzt drückt ab, tamponiert und näht 45 Minuten lang.
Ein mini Dammriss von 1 cm wird am Ende auch noch versogrt.
Ich muss mir nur Mühe geben wach zu bleiben.
Der Liebste schwitzt unterdessen höllisch.
Zum einen wegen der Anspannung, zum anderen, weil es im Kreißsaal richtig heiß ist und sein muss, weil meine Körpertemperatur nur noch 35 Grad beträgt.
Dann hat er auch noch unser kleines Wunderbündel unter Decken auf dem Arm.
Er fragt irgendwann, wie wir den Kleinen nennen sollen, denn auf einen Namen haben wir uns bis jetzt noch nicht einigen können.
Nachdem was ich da vollbracht habe, darf aber sowieso ich entscheiden, sagt er.
Ich sage den Namen und wieder muss der Liebste warten, bis ich Kraft genug habe, zu verraten, ob es einen Zweitnamen geben soll.
Soll es nicht.
Endlich ist die Näherei vorbei und meine Kräfte kommen langsam wieder.
Nun will ich aber endlich auch mal mein Baby sehen!
Ich bekomme ihn auf die Brust gelegt und der Liebste macht ein Foto, damit ich auch sein Gesicht sehen kann – er ist so wunderschön!
Wir stillen gleich mal 45 Minuten lang und dann folgt die U1 – alles ist gut mit unserem Bengelchen.
Ich bekomme ihn bis auf die Windel nackig zurück an meine Brust und nach endlosem Warten kommen wir endlich auf Station.
Ich bin nun extrem schwach und verschlafe erst einmal den Morgen mit meinem Sohn.

Leider soll unsere erste Wochenbettwoche nicht einfach werden. Jeder Gang zur Toilette gleicht für mich einem Marathon. Die Gebärmutter bildet sich erst nicht richtig zurück, deshalb habe ich starke Schmerzen, zwischenzeitlich auch Fieber und Schüttelfrost.
Der Liebste kümmert sich rührend um mich und den Mini. Er bringt mir essen und trinken, bezieht das Bett neu, hilft mir aufs Klo und zurück ins Bett, wäscht mich und hilft mir, den Kleinen anzulegen.
Außerdem kümmert er sich rührend um seinen Sohn, auch wenn der ihn bei wirklich jedem Wickeln in hohem Bogen anpinkelt!
Ich leide sehr darunter, dass ich mein Kind nicht versorgen kann. (Zum Glück kann ich ihn wenigstens Stillen, auch wenn die Milch etwas braucht bis sie reicht, wegen des großen Blutverlustes, der Liebste schafft es aber, das Bengelchen zwischen den Mahlzeiten mit Fingernuckelei hinzuhalten.)

Nach 6 Tagen endlich schafft es die Hebamme mit Massage und Homöopathie die Gebärmutter zur Rückbildung zu animieren.
Eine Woche nach der Geburt verlasse ich das erste Mal mein Bettenlager und seitdem finden wir uns endlich in unseren Familienalltag ein.

He is here now! My husband cries and is amazed by his beautiful son. I am amazed about what I just did. The midwife is amazed how quick the end of this birth was.
I can feel the next contraction, so they get the scissors for my husband and he cuts the cord, while the bathtub gets emptied.
I’ll hand our son over to my husband and the placenta is born.
I feel „whole“ an
d happy.
The second midwife, who came in for the last minutes of birth, asks me, if I want to get washed. I tell her, that I want to shower
and I am amazed by myself that I just can get up after all of that and shower.
But suddenly a big flush of blood runs out of me.
I start to feel dizzy and they put me on the birthing bed.
My husband has to press the bell for the doctor.
Our midwife puts up an operation light and the doctor rushes in.
First he complains about the operation light. Second he complains that he has to put another infusion into my hand. (I ripped the first one out while birthing)

While the doctor searches for the source of the blood the next big flush of blood comes. This time they weigh the sheets – its 1,1 liter of blood.
The doctor tells me that I can’t get any anaesthesia and starts pressuring the wound inside and sewing me up. It feels like only 5 minutes for me with all the hormones and because I have to fight to stay awake.
It’s 45 minutes in real time.
The bleeding stops and I start feeling better through the infusions.

My poor husband is all sweaty because of the situation but as well because he has to hold the hot baby wrapped in blankets in the even hotter delivery room. It has to be hot, as my body temperature is only 35 degrees.
All my husband wants to know now, is how we are going to call our son. We haven’t agreed yet, but he lets me decide after all this, he says.
I take all my strength to say the name and then he has to wait again if I want a second name or not. I don’t.
After the doctor is finished I finally get to hold my baby boy.
I still haven’t seen him and now he lays on my breast so my husband takes a picture and I take a peep. HE IS SO GORGEOUS! I can’t even believe it.
His first examination is done – he is all healthy. And with only a nappy on he comes back to cuddle with his mum and we get a room in the maternity ward.
Baby and mummy both sleep through their first morning.

Sadly our first week together will be quite hard for me, as I am so weak.
Going to the toilet is like a marathon and apart from that I stay in bed.
I am so weak that all I can do is feed my son, but my husband always has to hand him to me. I can’t even pick him up really.
My uterus doesn’t really recover itself, so I get fever and shivering chills.
My husband lovingly does everything for us. He feeds me and washes me. He changes the sheets and keeps our home clean and he cares for our little boy all by himself, even though the little one pees on him every single time he changes his nappy.

This first week is quite hard for me, as I really want to care for my baby, but on the 6th day the midwife finally gets my uterus to start to recover by massages and medicine.
One week after birth I finally leave my bed again and we can start to built up our family life together with the three of us.

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9 Gedanken zu „THE DAY (Part 2)

  1. Du meine Güte, nach so einem schönen Geburtserlebnis noch so eine dramatische Wendung. Ich kann mir gut vorstellen, wie es dir ging, Blutverlust ist kein Spaß. Hast du auch Eiseninfusionen bekommen?
    Dein Liebster scheint ein genauso begeisterter Vater zu sein wie meiner. Wunderschön ist das, von solchen Männern müsste es viel mehr geben.

    Wird der Name von deinem kleinen Schatz noch verraten, oder bleibt der geheim? 🙂

    Liebe Grüße
    Missy

  2. Sorry things went downhill after what sounds like a positive (as much as the pain can be called that!) labour experience up until that point! I’m glad you had such a supportive husband though and that you can now enjoy your little boy fully. Wishing you lots of strength of sleep x

  3. This just made me cry. You have a beautiful family now and you should be so proud! We wish you all the happiness in the world. Being a mum is the most amazing thing in the world… with its ups and downs 🙂

  4. Ich hoffe sehr, dass du inzwischen wieder gut auf den Beinen bist! Hier ist es ja ähnlich – aber es wird Tag für Tag besser und die kleinen Wunder sind sich diese anstrengende Phase wert! Alles liebe für euch!

  5. Deine Geschichte liest sich wie in einem Buch, tut mir leid, dass du es so schwer hattest, zum Glück ist aber alles gut gegangen!!
    Hoffentlich gehts dir bald besser, Glückwunsch zu deinem kleinen Sohn 🙂

  6. Mannmannmann, was für ne Aufregung! Das „Ende“ scheint mir aber doch geworden. Hoffe, du hast dich weiter erholt und kannst euren Junior so richtig kennenlernen.
    Wünsche euch Dreien viel Gesundheit und Freude aneinander!

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