THE DAY (Part 1)

Am Samstag vor einer Woche ging der Liebste mit seiner Schwester auf eine Party. Ich hatte nicht wirklich Lust mitzugehen. Weil riesigfett, ständig Wehen und kaum noch beweglich.
Ich ging also zu Bett und erwachte, als die beiden halb 3 wieder nach Hause kamen. Mal wieder hatten mich Wehen geweckt, wie ich sie schon seit Wochen hatte. Ich wehte also vor mich hin bis zum Morgengrauen  des Sonntags und den ganzen Morgen.
Zum Mittagessen hatten sich die Schwiegereltern angemeldet. Manchmal hattte ich schon eine schmerzhaftere Wehe, aber eigentlich war meine Weherei wie immer.
Wir aßen zu Mittag, gingen dann irgendwann spazieren und Kaffeetrinken. Auf dem Weg zum Cafe musste ich schon immer mal die eine oder andere Wehe veratmen und dachte noch keineswegs daran noch an diesem Tag ins Krankenhaus zu fahren, wie es die Schwiegereltern vorschlugen.
Auf dem Heimweg änderte ich meine Meinung.
Wehen alle 4 Minuten und alle muss ich veratmen.
Wir fahren also ins Krankenhaus, wo wir gegen 17 Uhr ankommen und ich ans CTG angeschlossen werde. NUR meine Wehen, die haben wir irgendwie zu Hause gelassen – sie sind komplett verschwunden!
Also werden wir wieder nach Hause geschickt und ich bin SEHR frustriert.
Kaum Zuhause geht die starke Weherei von vorne los.
Ins Krankenhaus will ich aber nicht wieder, also gehts erstmal in die Wanne und der Laptop kommt aufs Klo zum Tatort gucken.
Tja und dann kam Blut. (UND AB JETZT BERICHTE ICH VON EINER RICHTIGEN GEBURT, WER DAS NICHT LESEN WILL, DER SOLLTE JETZT WEGKLICKEN!)
In nur 5 Minuten hatte mich der Liebste wieder im 15 Minuten entfernten Krankenhaus und brach dabei ungefähr alle Verkehrsregeln, während er mit 90 durch die Stadt raste.
Im Krankenhaus hatte gerade die Schicht einer Freundin von mir begonnen, die eine Ausbildung zur Hebamme macht und mir so lange bei meiner Geburt beistehen würde, wie es auch dauerte.
Erstuntersuchung gegen 22:15 Uhr ergab: Muttermund 1,5 cm offen, mäßige Wehen. Ich unterschrieb noch fix einen Zettel, dass ich keine PDA oder stärkere Schmerzmittel möchte und schon gings los. (Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch, dass es ja echt einfach ist, zu gebären, wenn so Geburtswehen sind und man die veratmen kann.)
Ich wollte in die Wanne und da begann das große Veratmen und OOOOOhen.
Denn die Wehen wurden sehr schnell SEHR schmerzhaft und sehr nah zusammen.
Der Liebste stellte sich als der beste Geburtshelfer ever heraus. Als hätte er noch nie was anderes gemacht, sagte er mir, wie ich atmen soll, massierte und animierte mich zum Trinken.
Um Mitternacht verließen wir die Wanne und kamen zurück ins Aufnahmezimmer. Weil in dieser Nacht nämlich 8 weitere Geburten vor uns stattfanden, waren alle 4 Kreißsäle und alle Vorwehenzimmer belegt, sodass wir erst einmal mit dem ca. 3 m ² großen Aufnahmezimmer vorlieb nehmen mussten. Die nächste Untersuchung ergab 4 cm Muttermundöffnung – 6 to go – und nun begann für mich der schlimmste Teil der Geburt.
Ich konnte einfach absolut nicht mehr. Dachte, wenn die Wehen immer schlimmer werden, dann halte ich das nicht mehr aus.
Aufs Veratmen konnte ich mich auch nicht mehr konzentrieren.
Nun sollten wir auch noch laufen, um das Baby tiefer ins Becken zu schieben – aber wir schafften es über den Gang bis zur Toilette aber dann nicht mal aus dem Krankenhaus heraus.
Ich schrie alles zusammen und bekam dann erstmal Buscopan gespritzt und wurde auf die Liege verfrachtet.
Es folgte eine Zeit, in der ich die Wehen einfach aushielt und in den Wehenpausen völlig abwesend war.
Der Liebste animierte mich zum hin und her drehen, damit das Becken in Bewegung bleibt. So lag ich da und drehte mich wie ein Brathähnchen, während ich mich langsam erholte und verstand:
EINE GEBURT TUT SAUWEH. UND ICH MUSS DA JETZT DURCH.
Und plötzlich kam die Kraft langsam zurück.
Es folgte ein weiterer Gang zum endlos weit entfernten Klo. Auf dem Rückweg wanderte mein Mageninhalt nach oben und der Liebste spurtete los, um die Kotztüte zu holen.
Er hat es gerade so geschafft.
Es war jetzt ca viertel 4 nachts und nun war endlich ein Kreißsaal frei.
Ich watschelte gleich dahin und wollte nur eins – raus aus den Klamotten und wieder in die Wanne. Dort konnte ich mich wenigstens bewegen und mein Kind weiter ins Becken schieben.
Muttermundbefund: 8 cm.
Der Liebste sagt zur Hebamme, dass das Baby da sein wird, bevor es hell wird. Sie glaubte noch nicht wirklich daran.
Ich wehe und aaaahe und ooooohe und die fiese Übergangsphase kommt.
ICH DARF NOCH NICHT PRESSEN.
Aber ich will. ICH MUSS!!!
Ich frage die Hebamme, wie lange es noch dauert.
Sie schätzt eine Stunde, es werden aber nur noch 20 Minuten sein.
Sie sagt ich könne den Kopf fühlen. Das mache ich und habe plötzlich Bärenkräfte.
Die Presswehen sind endlich da.
Ich presse und obwohl die Schmerzen wahrscheinlich am schlimmsten sind, bin ich froh, endlich etwas tun zu können.
Auf einmal ist der Kopf da. Ich kann das Gesicht meines Sohnes sehen und fasse seinen Kopf. Mit der nächsten Wehe hole ich selbst mein Kind auf die Welt und lege ihn mir auf die Brust.
Die Hebamme versucht meine Hände wegzuschieben, um die Nabelschnur zu entwickeln, die er um den Hals trägt.
Ich frage: „Gehts meinem Baby gut?“ Immer und immer wieder.
Der Liebste weint.
Er ist da.
Es ist 4:35 Uhr und die Sonne beginnt aufzugehen.

wo er geboren wurde IMG_9709 IMG_9682

A week ago on saturday my husband and his sister went to a party. I really didn’t want to go big and fat as I was with my overdue body. They came back at 2:30 in the morning and I woke up.
I had contractions. AGAIN. As I had had them the last few weeks. It got morning and the other two got up. I still had contractions.
My in-laws came to visit for lunch. We ate. We chatted. I had contractions.
My mother-in-law already wanted me to go to hospital but I didn’t see having this baby anytime soon.
We went for coffee and cake at about three. On the way there some of the contractions were already so hard that i had to breathe them away.
On the way home ALL of the contractions had to be breathed away.
They were 4 minutes apart now and I wanted to go to hospital.
We arrived there at about 5 p.m. Well, we had left the contractions at home. As soon as they put me on the CTG the were gone. We were very frustrated and went home.
Well, what happened next made me even more frustrated. The contractions came back.
Harder as ever. But I thought if we go again we would be send home again.
So I decided to hop into the bathtub to relax the contractions away.
It didn’t help. We watched a movie in the bathroom to distract us but the contractions got more intense.
And after that a big lump of blood came out.
FROM NOW ON I WILL TALK ABOUT MY BIRTH STORY. DON’T READ ON, IF YOU ARE NOT PREPARED TO DEAL WITH IT.
My husband had us in hospital in five minutes even though the hospital is 15 minutes drive away. He broke every traffic rule he could, except for stopping at red lights.
We arrived at the hospital at about quarter past 10 in the evening.
A friend of mine from school, who trains to be a midwife had just started her shift and would go through birth with us, how long it would take.
I was put on the CTG again. I had not very strong contractions which were 4 minutes apart and the cervix was dilated to 1,5 cm. I had to sign a paper if I wanted strong pain killers and a epidural or not and I signed tht I didn’t want them. At this point I still thought that birth was manageable and that you could breathe contractions away. I was wrong.
I wanted to go into the bathtub again and the contractions started getting stronger and closer together very quick.
The big „aaaaaaahhh“ and „Oooooh“ moaning to help me through contractions began.
At this point I realised that I had brought along the best helper for birth ever – my husband!
He was so good at helping me through birth and it seemed he had never done anything else before. He exactly knew at which part of birthing we were in and how far the contractions were a part.
He massaged me nearly all the time through birth or held a warm pillow against my back. He told me how to breathe and breathed with me (however he knew what was right!) and he tried to feed me drinks.
At about midnight I left the bathtub and went back to the tiny room we were in, with only a small bed and a computer inside, as in that night 8 other babies were born before our son arrived and all the 4 delivery rooms and the rooms for labour were already taken.
I was dilated to 4 cm now and had very strong contractions.
What followed was what I thought the hardest part of the birth. I was so weak and thougth I couldn’t go through more pain anymore. I expected the pain to got harder and harder (which was not the case). I really thought I couldn’t take it any longer.
The midwife told us to walk to push the baby further down, but we didn’t even make it out of the hospital. I couldn’t concentrate on breathing or making ooooh and aaaaah sounds anymore to get through contractions.
I screamed as I had never screamed before. The midwife asked me, if I wanted a pain killer – I SO did!
I had to lay down and started to kind of shut down my body. I was quiet through contractions and in bettween I was like in my own world and didn’t hear anything anymore.
My husband still animated me to turn from side to side so my pelvis would move for the baby to go down. My strength slowly started to come back and I realised:
BIRTHING HURTS. LIKE S***. AND I HAVE TO GET THROUGH WITH IT!
We went to the toilet again and on the way back I felt puke coming up and send my husband to race off to get the sick back. He made it just in time.
After that finally a delivery room was free it was about 3.15 a.m.
We went in and all I wanted was to go back into the bathtub.
The midwife shortly checked my cervix – I was dilated to 8 cm.
My husband told the midwife that the baby will be born before the sun rises. She didn’t think so.
I love being in the water again. I can move around and can feel my baby going down.
I start making „aaaaaahh“ and „ooooohh“ sounds again and the transition stage arrived.
I am not allowed to push yet. BUT I HAVE TO!!!
I ask the midwife how long the birth will still take. She tells me one hour. (It will only be another 20 minutes.) She tells me I can feel his head. I do and I suddenly am as strong as never before.
I can finally push. And I do.
My beautiful son’s head is born. I can see his face. I cup his head in my hands.
With the next contraction I push/pull him out and lay him on my breast.
The midwife tries to take my hands of him to undo the umbilical cord which is around his neck.
I ask. “ Is my baby alright?“ over and over again.
My husband is crying.
Our baby is born!
Its 4:35 in the morning and the sun starts to rise.

Advertisements

14 Gedanken zu „THE DAY (Part 1)

  1. Pingback: THE DAY (Part 2) | margareteaudrey

  2. oooooooooooooooooh wow…….. vielen lieben dank für deinen einblick… als wäre cih live dabei…. habe ich nun auch tränen in den augen… herzlichen glückwunsch du liebe… das hast du ganz ganz toll gemacht ❤

    magst du mir nochmal deine adresse schicken? und verrätst du den namen?

    glg und eine wundervolle kennenlernzeit ❤ und weiterhin viel spaß an der uni 😉

  3. Pingback: A Journey Into Life | margareteaudrey

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s