THE DAY (Part 2)

Teil eins meines Geburtsbereichts gibts hier.
This is part one of my birth story.

Please scroll down for the English version.

Er ist also da. Der Mann weint und bestaunt sein kleines Wunder. Ich staune über das, was ich da gerade vollbracht habe. Die Hebamme staunt über das schnelle Ende.
Aber ich merke schon die nächste Wehe.
Also wird dem Liebsten die Schere in die Hand gedrückt und er nabelt den kleinen Mann ab, während das Wasser in der Wanne abgelassen wird.
Dann bekommt der Liebste seinen Sohn in den Arm und ich bekomme die Plazenta.
Alles ist toll, alles ist schön und die Zweithebamme, die für die letzten paar Minuten mit im Raum war, fragt ob sie mich waschen soll.
Ich will aber lieber selber duschen und zu meiner und ihrer Verwunderung stehe ich auf und mache das auch.
Da kommt plötzlich ein riesen Schwall Blut – sehr viel Blut.
Jetzt bekomme ich nichts mehr so richtig mit.
Der Liebste wird angewiesen nach dem Oberarzt zu klingeln.
Ich werde aufs Gebärbett gepackt.
Unsere Geburtshebamme stellt eine OP Lampe auf und der Arzt stürmt in den Raum.
Der ist erst einmal richtig genervt, weil er in meine Rollvenen noch einen Zugang legen muss (den ersten hatte ich mir unter der Geburt gezogen) und dann meckert er über die alte Lampe.
Ich bekomme Infusionen während der Arzt die Ursache der Blutung sucht, da kommt auch schon der zweite Schwall Blut.
Diesmal werden die Laken auf dem Bett gewogen, es sind 1,1 Liter.
Der Arzt sagt mir, dass er keine Narkose setzen kann, aber ich bekomme von der ganzen Situation sowieso nichts mit. Ich fühle nichts, merke die Anspannung nicht, denke das ganze Prozedere dauert nur 5 Minuten.
Der Arzt drückt ab, tamponiert und näht 45 Minuten lang.
Ein mini Dammriss von 1 cm wird am Ende auch noch versogrt.
Ich muss mir nur Mühe geben wach zu bleiben.
Der Liebste schwitzt unterdessen höllisch.
Zum einen wegen der Anspannung, zum anderen, weil es im Kreißsaal richtig heiß ist und sein muss, weil meine Körpertemperatur nur noch 35 Grad beträgt.
Dann hat er auch noch unser kleines Wunderbündel unter Decken auf dem Arm.
Er fragt irgendwann, wie wir den Kleinen nennen sollen, denn auf einen Namen haben wir uns bis jetzt noch nicht einigen können.
Nachdem was ich da vollbracht habe, darf aber sowieso ich entscheiden, sagt er.
Ich sage den Namen und wieder muss der Liebste warten, bis ich Kraft genug habe, zu verraten, ob es einen Zweitnamen geben soll.
Soll es nicht.
Endlich ist die Näherei vorbei und meine Kräfte kommen langsam wieder.
Nun will ich aber endlich auch mal mein Baby sehen!
Ich bekomme ihn auf die Brust gelegt und der Liebste macht ein Foto, damit ich auch sein Gesicht sehen kann – er ist so wunderschön!
Wir stillen gleich mal 45 Minuten lang und dann folgt die U1 – alles ist gut mit unserem Bengelchen.
Ich bekomme ihn bis auf die Windel nackig zurück an meine Brust und nach endlosem Warten kommen wir endlich auf Station.
Ich bin nun extrem schwach und verschlafe erst einmal den Morgen mit meinem Sohn.

Leider soll unsere erste Wochenbettwoche nicht einfach werden. Jeder Gang zur Toilette gleicht für mich einem Marathon. Die Gebärmutter bildet sich erst nicht richtig zurück, deshalb habe ich starke Schmerzen, zwischenzeitlich auch Fieber und Schüttelfrost.
Der Liebste kümmert sich rührend um mich und den Mini. Er bringt mir essen und trinken, bezieht das Bett neu, hilft mir aufs Klo und zurück ins Bett, wäscht mich und hilft mir, den Kleinen anzulegen.
Außerdem kümmert er sich rührend um seinen Sohn, auch wenn der ihn bei wirklich jedem Wickeln in hohem Bogen anpinkelt!
Ich leide sehr darunter, dass ich mein Kind nicht versorgen kann. (Zum Glück kann ich ihn wenigstens Stillen, auch wenn die Milch etwas braucht bis sie reicht, wegen des großen Blutverlustes, der Liebste schafft es aber, das Bengelchen zwischen den Mahlzeiten mit Fingernuckelei hinzuhalten.)

Nach 6 Tagen endlich schafft es die Hebamme mit Massage und Homöopathie die Gebärmutter zur Rückbildung zu animieren.
Eine Woche nach der Geburt verlasse ich das erste Mal mein Bettenlager und seitdem finden wir uns endlich in unseren Familienalltag ein.

He is here now! My husband cries and is amazed by his beautiful son. I am amazed about what I just did. The midwife is amazed how quick the end of this birth was.
I can feel the next contraction, so they get the scissors for my husband and he cuts the cord, while the bathtub gets emptied.
I’ll hand our son over to my husband and the placenta is born.
I feel „whole“ an
d happy.
The second midwife, who came in for the last minutes of birth, asks me, if I want to get washed. I tell her, that I want to shower
and I am amazed by myself that I just can get up after all of that and shower.
But suddenly a big flush of blood runs out of me.
I start to feel dizzy and they put me on the birthing bed.
My husband has to press the bell for the doctor.
Our midwife puts up an operation light and the doctor rushes in.
First he complains about the operation light. Second he complains that he has to put another infusion into my hand. (I ripped the first one out while birthing)

While the doctor searches for the source of the blood the next big flush of blood comes. This time they weigh the sheets – its 1,1 liter of blood.
The doctor tells me that I can’t get any anaesthesia and starts pressuring the wound inside and sewing me up. It feels like only 5 minutes for me with all the hormones and because I have to fight to stay awake.
It’s 45 minutes in real time.
The bleeding stops and I start feeling better through the infusions.

My poor husband is all sweaty because of the situation but as well because he has to hold the hot baby wrapped in blankets in the even hotter delivery room. It has to be hot, as my body temperature is only 35 degrees.
All my husband wants to know now, is how we are going to call our son. We haven’t agreed yet, but he lets me decide after all this, he says.
I take all my strength to say the name and then he has to wait again if I want a second name or not. I don’t.
After the doctor is finished I finally get to hold my baby boy.
I still haven’t seen him and now he lays on my breast so my husband takes a picture and I take a peep. HE IS SO GORGEOUS! I can’t even believe it.
His first examination is done – he is all healthy. And with only a nappy on he comes back to cuddle with his mum and we get a room in the maternity ward.
Baby and mummy both sleep through their first morning.

Sadly our first week together will be quite hard for me, as I am so weak.
Going to the toilet is like a marathon and apart from that I stay in bed.
I am so weak that all I can do is feed my son, but my husband always has to hand him to me. I can’t even pick him up really.
My uterus doesn’t really recover itself, so I get fever and shivering chills.
My husband lovingly does everything for us. He feeds me and washes me. He changes the sheets and keeps our home clean and he cares for our little boy all by himself, even though the little one pees on him every single time he changes his nappy.

This first week is quite hard for me, as I really want to care for my baby, but on the 6th day the midwife finally gets my uterus to start to recover by massages and medicine.
One week after birth I finally leave my bed again and we can start to built up our family life together with the three of us.

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THE DAY (Part 1)

Am Samstag vor einer Woche ging der Liebste mit seiner Schwester auf eine Party. Ich hatte nicht wirklich Lust mitzugehen. Weil riesigfett, ständig Wehen und kaum noch beweglich.
Ich ging also zu Bett und erwachte, als die beiden halb 3 wieder nach Hause kamen. Mal wieder hatten mich Wehen geweckt, wie ich sie schon seit Wochen hatte. Ich wehte also vor mich hin bis zum Morgengrauen  des Sonntags und den ganzen Morgen.
Zum Mittagessen hatten sich die Schwiegereltern angemeldet. Manchmal hattte ich schon eine schmerzhaftere Wehe, aber eigentlich war meine Weherei wie immer.
Wir aßen zu Mittag, gingen dann irgendwann spazieren und Kaffeetrinken. Auf dem Weg zum Cafe musste ich schon immer mal die eine oder andere Wehe veratmen und dachte noch keineswegs daran noch an diesem Tag ins Krankenhaus zu fahren, wie es die Schwiegereltern vorschlugen.
Auf dem Heimweg änderte ich meine Meinung.
Wehen alle 4 Minuten und alle muss ich veratmen.
Wir fahren also ins Krankenhaus, wo wir gegen 17 Uhr ankommen und ich ans CTG angeschlossen werde. NUR meine Wehen, die haben wir irgendwie zu Hause gelassen – sie sind komplett verschwunden!
Also werden wir wieder nach Hause geschickt und ich bin SEHR frustriert.
Kaum Zuhause geht die starke Weherei von vorne los.
Ins Krankenhaus will ich aber nicht wieder, also gehts erstmal in die Wanne und der Laptop kommt aufs Klo zum Tatort gucken.
Tja und dann kam Blut. (UND AB JETZT BERICHTE ICH VON EINER RICHTIGEN GEBURT, WER DAS NICHT LESEN WILL, DER SOLLTE JETZT WEGKLICKEN!)
In nur 5 Minuten hatte mich der Liebste wieder im 15 Minuten entfernten Krankenhaus und brach dabei ungefähr alle Verkehrsregeln, während er mit 90 durch die Stadt raste.
Im Krankenhaus hatte gerade die Schicht einer Freundin von mir begonnen, die eine Ausbildung zur Hebamme macht und mir so lange bei meiner Geburt beistehen würde, wie es auch dauerte.
Erstuntersuchung gegen 22:15 Uhr ergab: Muttermund 1,5 cm offen, mäßige Wehen. Ich unterschrieb noch fix einen Zettel, dass ich keine PDA oder stärkere Schmerzmittel möchte und schon gings los. (Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch, dass es ja echt einfach ist, zu gebären, wenn so Geburtswehen sind und man die veratmen kann.)
Ich wollte in die Wanne und da begann das große Veratmen und OOOOOhen.
Denn die Wehen wurden sehr schnell SEHR schmerzhaft und sehr nah zusammen.
Der Liebste stellte sich als der beste Geburtshelfer ever heraus. Als hätte er noch nie was anderes gemacht, sagte er mir, wie ich atmen soll, massierte und animierte mich zum Trinken.
Um Mitternacht verließen wir die Wanne und kamen zurück ins Aufnahmezimmer. Weil in dieser Nacht nämlich 8 weitere Geburten vor uns stattfanden, waren alle 4 Kreißsäle und alle Vorwehenzimmer belegt, sodass wir erst einmal mit dem ca. 3 m ² großen Aufnahmezimmer vorlieb nehmen mussten. Die nächste Untersuchung ergab 4 cm Muttermundöffnung – 6 to go – und nun begann für mich der schlimmste Teil der Geburt.
Ich konnte einfach absolut nicht mehr. Dachte, wenn die Wehen immer schlimmer werden, dann halte ich das nicht mehr aus.
Aufs Veratmen konnte ich mich auch nicht mehr konzentrieren.
Nun sollten wir auch noch laufen, um das Baby tiefer ins Becken zu schieben – aber wir schafften es über den Gang bis zur Toilette aber dann nicht mal aus dem Krankenhaus heraus.
Ich schrie alles zusammen und bekam dann erstmal Buscopan gespritzt und wurde auf die Liege verfrachtet.
Es folgte eine Zeit, in der ich die Wehen einfach aushielt und in den Wehenpausen völlig abwesend war.
Der Liebste animierte mich zum hin und her drehen, damit das Becken in Bewegung bleibt. So lag ich da und drehte mich wie ein Brathähnchen, während ich mich langsam erholte und verstand:
EINE GEBURT TUT SAUWEH. UND ICH MUSS DA JETZT DURCH.
Und plötzlich kam die Kraft langsam zurück.
Es folgte ein weiterer Gang zum endlos weit entfernten Klo. Auf dem Rückweg wanderte mein Mageninhalt nach oben und der Liebste spurtete los, um die Kotztüte zu holen.
Er hat es gerade so geschafft.
Es war jetzt ca viertel 4 nachts und nun war endlich ein Kreißsaal frei.
Ich watschelte gleich dahin und wollte nur eins – raus aus den Klamotten und wieder in die Wanne. Dort konnte ich mich wenigstens bewegen und mein Kind weiter ins Becken schieben.
Muttermundbefund: 8 cm.
Der Liebste sagt zur Hebamme, dass das Baby da sein wird, bevor es hell wird. Sie glaubte noch nicht wirklich daran.
Ich wehe und aaaahe und ooooohe und die fiese Übergangsphase kommt.
ICH DARF NOCH NICHT PRESSEN.
Aber ich will. ICH MUSS!!!
Ich frage die Hebamme, wie lange es noch dauert.
Sie schätzt eine Stunde, es werden aber nur noch 20 Minuten sein.
Sie sagt ich könne den Kopf fühlen. Das mache ich und habe plötzlich Bärenkräfte.
Die Presswehen sind endlich da.
Ich presse und obwohl die Schmerzen wahrscheinlich am schlimmsten sind, bin ich froh, endlich etwas tun zu können.
Auf einmal ist der Kopf da. Ich kann das Gesicht meines Sohnes sehen und fasse seinen Kopf. Mit der nächsten Wehe hole ich selbst mein Kind auf die Welt und lege ihn mir auf die Brust.
Die Hebamme versucht meine Hände wegzuschieben, um die Nabelschnur zu entwickeln, die er um den Hals trägt.
Ich frage: „Gehts meinem Baby gut?“ Immer und immer wieder.
Der Liebste weint.
Er ist da.
Es ist 4:35 Uhr und die Sonne beginnt aufzugehen.

wo er geboren wurde IMG_9709 IMG_9682

A week ago on saturday my husband and his sister went to a party. I really didn’t want to go big and fat as I was with my overdue body. They came back at 2:30 in the morning and I woke up.
I had contractions. AGAIN. As I had had them the last few weeks. It got morning and the other two got up. I still had contractions.
My in-laws came to visit for lunch. We ate. We chatted. I had contractions.
My mother-in-law already wanted me to go to hospital but I didn’t see having this baby anytime soon.
We went for coffee and cake at about three. On the way there some of the contractions were already so hard that i had to breathe them away.
On the way home ALL of the contractions had to be breathed away.
They were 4 minutes apart now and I wanted to go to hospital.
We arrived there at about 5 p.m. Well, we had left the contractions at home. As soon as they put me on the CTG the were gone. We were very frustrated and went home.
Well, what happened next made me even more frustrated. The contractions came back.
Harder as ever. But I thought if we go again we would be send home again.
So I decided to hop into the bathtub to relax the contractions away.
It didn’t help. We watched a movie in the bathroom to distract us but the contractions got more intense.
And after that a big lump of blood came out.
FROM NOW ON I WILL TALK ABOUT MY BIRTH STORY. DON’T READ ON, IF YOU ARE NOT PREPARED TO DEAL WITH IT.
My husband had us in hospital in five minutes even though the hospital is 15 minutes drive away. He broke every traffic rule he could, except for stopping at red lights.
We arrived at the hospital at about quarter past 10 in the evening.
A friend of mine from school, who trains to be a midwife had just started her shift and would go through birth with us, how long it would take.
I was put on the CTG again. I had not very strong contractions which were 4 minutes apart and the cervix was dilated to 1,5 cm. I had to sign a paper if I wanted strong pain killers and a epidural or not and I signed tht I didn’t want them. At this point I still thought that birth was manageable and that you could breathe contractions away. I was wrong.
I wanted to go into the bathtub again and the contractions started getting stronger and closer together very quick.
The big „aaaaaaahhh“ and „Oooooh“ moaning to help me through contractions began.
At this point I realised that I had brought along the best helper for birth ever – my husband!
He was so good at helping me through birth and it seemed he had never done anything else before. He exactly knew at which part of birthing we were in and how far the contractions were a part.
He massaged me nearly all the time through birth or held a warm pillow against my back. He told me how to breathe and breathed with me (however he knew what was right!) and he tried to feed me drinks.
At about midnight I left the bathtub and went back to the tiny room we were in, with only a small bed and a computer inside, as in that night 8 other babies were born before our son arrived and all the 4 delivery rooms and the rooms for labour were already taken.
I was dilated to 4 cm now and had very strong contractions.
What followed was what I thought the hardest part of the birth. I was so weak and thougth I couldn’t go through more pain anymore. I expected the pain to got harder and harder (which was not the case). I really thought I couldn’t take it any longer.
The midwife told us to walk to push the baby further down, but we didn’t even make it out of the hospital. I couldn’t concentrate on breathing or making ooooh and aaaaah sounds anymore to get through contractions.
I screamed as I had never screamed before. The midwife asked me, if I wanted a pain killer – I SO did!
I had to lay down and started to kind of shut down my body. I was quiet through contractions and in bettween I was like in my own world and didn’t hear anything anymore.
My husband still animated me to turn from side to side so my pelvis would move for the baby to go down. My strength slowly started to come back and I realised:
BIRTHING HURTS. LIKE S***. AND I HAVE TO GET THROUGH WITH IT!
We went to the toilet again and on the way back I felt puke coming up and send my husband to race off to get the sick back. He made it just in time.
After that finally a delivery room was free it was about 3.15 a.m.
We went in and all I wanted was to go back into the bathtub.
The midwife shortly checked my cervix – I was dilated to 8 cm.
My husband told the midwife that the baby will be born before the sun rises. She didn’t think so.
I love being in the water again. I can move around and can feel my baby going down.
I start making „aaaaaahh“ and „ooooohh“ sounds again and the transition stage arrived.
I am not allowed to push yet. BUT I HAVE TO!!!
I ask the midwife how long the birth will still take. She tells me one hour. (It will only be another 20 minutes.) She tells me I can feel his head. I do and I suddenly am as strong as never before.
I can finally push. And I do.
My beautiful son’s head is born. I can see his face. I cup his head in my hands.
With the next contraction I push/pull him out and lay him on my breast.
The midwife tries to take my hands of him to undo the umbilical cord which is around his neck.
I ask. “ Is my baby alright?“ over and over again.
My husband is crying.
Our baby is born!
Its 4:35 in the morning and the sun starts to rise.

HE IS HERE!

Am 17.06.2013 um 4:35 kam unser wunderschöner Sohn zur Welt.
Er war 3970 Gramm schwer bei 53 cm Körpergröße.
Seit gestern nachmittag sind wir wieder zu Hause und genießen unser kleines Gottesgeschenk.
Mehr später – jetzt ist erst einmal Kuschelzeit!

loving hands with GrandpaOur beautiful little boy was born on Monday, the 17th of June 2013.
He was 53 cm long and weighed 3970 grams.
We got home yesterday and enjoy our little Gift of God.
More to come – time for cuddles now!

WARTEN – WAITING

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Was man wohl nur tut, wenn man auf sein erstes Kind wartet:
– ein 1000 Teile Puzzle puzzeln (meist nachts in Wehenpausen)
– die dritte Babymütze in einer Woche fertig stricken
– das saubere Bad/die blitzende Küche nochmal putzen (auch nachts)
– schlafen – sehr viel schlafen (nicht nachts :-D)
– sich nicht mehr weit von Zuhause weg trauen
– Panik haben, wenn der Mann nicht nach dem ersten Klingeln ans Handy geht
– gefühlte 100 Anrufe/SMS/Mails am Tag bekommen, mit der Frage, ob das Baby denn schon da ist
– jeden Tag soviel Zeit am Computer verbringen wie sonst in einer Woche
– sinnlos zocken (Candycrushlevel 155!!!)
– ein Buch nach dem anderen lesen
– und jedes Mittelchen versuchen, um die Geburt in Gang zu bringen (erfolglos!)
– den armen Ehemann zu Tode nerven

What you do (probably only) when waitng for your firstborn:
– putting a 1000 pieces jigsaw together (preferably at night while having contractions)
– Knitting the third babyhat in a week
 – cleaning the spotless bath/kitchen AGAIN (at night, too)
 – sleep. a lot. (and in the day)
– trying not to go too far away from home anymore
 – panic, when your husband doesn’t answer his phone
 – getting about 100 mails/calls/short messages a day asking if the baby is born yet
 – play stupid computer games (Candy Crush Level 155 guys!!!)
 – spending as much time on the computer in one day as usually in one week!
 – reading book after book after book
 – try EVERYTHING to get your little one out (no success yet)
 – and annoy your husband to death!
(Having a baby – SUCH A JOY!!!)

BBD 6 – oder was man als Schwangere nicht tun sollte

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Neulich hatte ich hier schon einmal von Gerhard Schöne berichtet, den wir in der Stadt gesehen hatten, wo keiner ihn erkannte.
Darauf kaufte ich gleich Tickets fürs nächste Konzert in unserer Stadt, für 7 € kann man sich das schon mal gönnen!
Seit wir Gerhard Schöne getroffen hatten, hörten wir vermehrt diverse Alben an und freuten uns riesig aufs Konzert (und fragten uns, ob wir es überhaupt noch ohne Baby erleben würden 🙂 )
Irgendwann war er da, der Tag des „Die Lieder der Briefkästen“ Konzerts. Über das Konzert schreibt Gerhard Schöne selbst:

In meinem neuen Programm „Die Lieder der Briefkästen“ singe ich Lieder in Briefform, manche realen Briefen nachempfunden, andere frei erfunden.Der Bühnenboden wird von Briefen bedeckt sein, die ganz am Anfang von drei Briefträgern verteilt werden. Zwischen den Liedern möchte ich einzelne aufheben und daraus vorlesen.In der Pause kann das Publikum im Foyer Briefe beisteuern, aus denen im 2. Teil des Konzertes oder in einem späteren Konzert gelesen werden könnte.

Irgendwie eine wunderbare Idee, oder?
Und so ging es endlich los, Gerhard Schöne verkleidet als Briefträger sowie das halbe „Postmoderne Swingterzett“ stürmten zu Klavierklängen den Konzertsaal und verteilten Briefe, zogen schließlich ihre Postbotenkluft aus und das Konzert begann.Tja und da merkte ich, dass man als Schwangere nicht zu einem Liedermacher gehen sollte.Zu diesem Zeitpunkt – weil das erste Lied so schön war und ich Gerhard Schöne so sehr mag – brach ich erstmal in Tränen aus.
Ich versuchte mich zu beruhigen – schließlich fand ich das doch hier alles wunderbar – aber da kam schon Lied zwei. „Brief an das Fischlein“ – eine werdende Mutter schreibt einen Brief an ihr ungeborenes Kind, von dem sie gerade erfahren hat. Ihr könnt es euch denken, die Tränenbäche flossen. (WIEDER)
Für Lied 3 nahm ich mir fest vor, mich zu beruhigen. Aber: Es ging um den Brief einer Mutter an ihre verstorbene Tocher.(zu hören hier)
Mitlerweile schluchzte ich laut.Tja, um es kurz zu machen, eigentlich heulte ich das ganze Konzert über.
Weil es in den Liedern um Kinder ging, oder um schöne Erinnerungen oder weil es lustig wurde oder weil ich an vergangene Konzerte denken musste, die mich immer an einen lieben verstorbenen Menschen erinnern oder weil mich das Konzert so glücklich machte.
Es muss wirklich ein komischer Anblick gewesen sein, die weinende Dicke da in der ersten Reihe und ich frage mich wirklich, was Gerhard Schöne davon gedacht hat.
Am Ende des Konzertes war ich ganz ausgeweint und nass vom Halsausschnitt bis zum Bauchnabel.(Und brach gleich wieder in Tränen aus, als der Liebste mich auf das ganze Geheule ansprach 😉 )
Also, wenn ihr auch grad schwanger seid und euch mal glücklich weinen wollt, kann ich DIE LIEDER DER BRIEFKÄSTEN
nur wärmstens empfehlen. Und auch „normale“ Menschen ohne Hormoncocktail und Fischlein inside finden diese CD sicherlich ganz wunderbar!
IMG_8677A few weeks ago I already wrote about the German singer and songwriter Gerhard Schöne – you can read it here.
After we saw this guy in the city I immediately bought two tickets for the next concert, at only 7€ each!
After we had met him, we listened to his CDs a lot and were pretty excited for the concert (and pretty excited, too, if we would be there with a baby or not, as it was only a few days before the due date)
Well, the day with the „The songs of the letter boxes“ concert arrived.
Gerhard Schöne himself writes about this concert:

In my new programm „the songs of the letter boxes“ I will sing songs as if they are letters. Some are inspired by real letters, some are only fantasy. The floor of the concert hall will be covered in letters, which some postmen will put there in the beginning of the concert. In between the songs, I’ll read out a few. At break time the audience can write letters, which will be read out in the second part of the concert or at a later concert.

What a wonderful idea, isn’t it?
Well, the concert finally started. Gerhard Schöne, dressed as a post man entered the concert hall followed by the „Postmodern Swing Trio“
They all got rid of there post man coats after throwing the letters around and started to play.
THAT was when I realised that you should not go to a concert of a singer/songwriter when you are pregnant.
I’ll tell you why.
As soon as they started to play, I started to feel the urge to cry. I have no idea why, but the tears just kept coming and I finally gave in at let them out.
I tried to calm down, because really, I was so happy to be at that concert.
I tried to stop my tears for song number two.
Well, the second song was a letter from a woman who had just found out that she was pregnant to her unborn Baby, which she called her little fish.
(I guess you can imagine how that hit me 🙂 )
I promised myself so stop crying by song number three.
Well, it was a letter of a mum to her daughter who had died as a baby. (TRUE STORY)
I did not only cry by then, I was sobbing. A LOT.
To shorten things: I nearly cried thorugh the whole concert.
Some songs really were sad. But most of the time I cried on, because a song was so nice. Or because it was about memories. Or I cried because Gerhard Schöne’s concerts always remind me of a person I loved a lot, but who died 13 years ago.
Or I just kept on crying because I couldn’t stop.
After the concert I was wet almost all the way down to my belly button!
When we went outside, I had finally managed to stop, but as my husband asked about all the sobbing I started AGAIN.
Yes, pregnancy and hormones are a great joy!
I seriously wonder, what Gerhard Schöne thought of this fat lady in the first row, who was crying through his whole wonderful concert…
And I can’t wait to introduce my baby to Mr. Schöne’s beautiful music.
(PS: you should google what schön means – it’s his real name!, btw 😀 )