Schlimmste Nacht aller Zeiten – Teil 2 & 3 // Worst night ever pt. 2 & 3

Wir dachten es geht nicht unbequemer, aber oh my lord, wir hatten ja keine Ahnung. Nach dem Erlebnis mit dem Campingplatz haben wir große Sorgfalt darauf verwandt, einen besseren Schlafplatz zu finden. Wir landeten auf dem Yarragan Lake Campground, einem Nationalpark-Campingplatz, für den man zur Erhaltung des Parks einen finanziellen Beitrag leisten musste. Schon der Weg dahin war ein Erlebnis, weil es enorm viele Känguruhs zu sehen gab. Auch auf dem Campingplatz selbst, wo vielleicht 5 Parteien waren, fühlten sich die Hüpfer sehr zu Hause, weil sie eindeutig in der Überzahl waren. Der Tag neigte sich dem Ende zu, und wir unternahmen noch einen romantischen Abendspaziergang an einer wildromantischen Küstenlinie mit rauschender Brandung, Muscheln und steilen Klippen. Die Nacht im Zelt war zwar wesentlich bequemer, aber nicht minder heiß, weshalb ich den Zelteingang kurzerhand aufsperrte und das Moskitonetz drüber drapierte. Das holde Eheweib schlief gut, aber mir rann der Schweiß (und ich wischte morgens das Zelt von innen trocken: Kondenswasser!).

Seltsamerweise war von der malerischen Aussicht, die wir nur ca. 20 Meter von unserem Zelt auf den unendlichen Ozean genießen konnten, morgens nicht mehr viel übrig. Eine seltsame Substanz, wir können nicht genau sagen ob es feiner Sand aus dem Outback, Gischt von der See oder Rauch von einem Buschfeuer war, legte sich wie Nebel über alles und nahm uns die Sicht. Da die Sonne trotzdem vom Himmel brannte, wurde es unerträglich schwül und das Zusammenpacken wurde eine wahre Qual. Daraufhin beschlossen wir, uns wieder etwas Richtung Inland zu bewegen, um der Hitze zu entgehen – vielleicht ein Fehler.

Der nächste Abend bot dann auch nur beschränkte Sicht, allerdings aus ganz anderen Gründen: Auf der Great Dividing Range, dem Gebirge das das aride Inland Australiens vom feuchtwarmen Küstenstreifen mit maritimem Klima trennt, gedeiht ein üppiger Regenwald, selbst so weit südlich wie wir mittlerweile sind, kommt streckenweise noch richtiges Dschungelfeeling auf. Durch die Höhe steckten wir auf dem Rückweg von einer Wasserfallbesichtigung dann auch plötzlich in einer Wolke fest, die sich bis auf weiteres auch nicht mehr verzog. Zusätzlich entlud sie noch ihre volle Ladung auf uns. Die ganze Nacht. Ich sicherte unser Zelt noch mittels einer Plane vor dem größten Übel, aber die Nacht war dann doch sehr kalt und ungemütlich. Miserable haben wir noch auf dem überdachten Picknicktisch eine Suppe warmgemacht, dann sind wir in unser Zelt gekrochen. Am nächsten Tag dann noch die Krönung: Der Camry wollte wieder mal nicht anspringen. Ein freundlicher Passant schaffte es schließlich, den alten Gaul wieder in Gang zu bringen, scheinbar ist ein elektronisches Teil in der Schaltung etwas wacklig und man muss den Schalthebel manchmal etwas wackeln, damit er startet. Hat so seine Macken, das Ding.

Auf jeden Fall haben wir uns entschieden, wieder an die Küste zu fahren, nämlich in den Ort Coffs Harbour. Nur das Wetter ist uns scheinbar gefolgt, und so mieteten wir uns kurzerhand für 2 Tage in ein Motel ein, wo wir erstmal in höchstem Genusse schwelgend heiß duschten und uns den restlichen Tag über ein richtiges Bett freuten. Die letze Nacht in einem richtigen Bett war schließlich schon über einen Monat her.Gute Entscheidung, denn die australischen Wetterfrösche klassifizieren dieses Mistwetter als ausgewachsene Stürme.

We thought there is no way this is going to be less comfortable, but oh my, we had no idea. After the adventure on that camping spot we took great care in finding a better spot to sleep. We eventually ended up in Yarragan Lake Campground, a Nationalpark, where we had to pay a fee to keep all that stuff going. Money well spent, because even the dirtroad to it had loads and loads of roos for our enjoyment. Even on the campspot itself roos outnumbered people by far, which is maybe why they felt so at home there, that we got up close very much.

At nightfall, we undertook a romantic beachwalk along a scenic coastline with crashing waves, white sands and steep cliffs. The night in a tent was way more comfortable, but still boiling hot, which is why i just opened the entrance and put the mozzie net on top. My beloved slept well, but I myself was covered in sweet and in the morning, I wiped the tent dry from the inside (condensed breathing!).

Oddly enough, the scenic views from the night before we could enjoy after walking just 20m or so from our tent, were suddenly disappeared in the morning. A strange substance, we can´t really say if it was Outback dust, mist from the sea or smoke from a distant bushfire, laid above everything and took our sight away. The sun nevertheless was burning like ever and it created such a humid heat that packing up became quite torturous. Going Inland seemed to be a reasonable decision at the time – maybe it was a mistake.

The next night also brought us limited eyesight, but for very different reasons: On the great dividing range, a prosperous rainforest is in full growth, even as far south as we already are, you get a feeling of proper jungle from time to time. After we visited a waterfall, we came back through the ranges and got stuck in a cloud, that decided to stay with us for a while. Since it unloaded it´s fluid carriage on us full on, we couldn´risk to drive on and I secured the tent with a plastic sheet I bought. Still, the night was very cold and uncomfortable due to the heavy rain. Miserable we ate a warmed up soup under the roof of a dodgy picnic table and zipped up our sleeping bags.

Story continues: Next morning, Camry won´t start again. This time, it was easily resolved by a friendly aussie, that told us some electrical switch in the gearbox is wriggly. He finally got it to start with wobbling the gearstick a bit, nothing serious. Keeps us excited, the old bastard!

Anyway, we decided to go back to the coast, to Coffs Harbour. Only the weather decided to follow us, which is why  we decided to book 2 nights in a motel. How grateful we were for a proper long hot shower and a real bed, which we missed for almost a month now. Good decision it turned out, since the aussie weather reports treated the rainfalls as severe storms.

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