Hofflohmarkt – Backyard Jumble Sale

Scroll down for an English translation, please.
Gibt es einen besseren Zeitpunkt um auszumisten als umzuziehen?
Eigentlich nicht. Daher entmisteten der Liebste und ich stundenlang jeder Schublade, jeden Karton, Keller und Kabuff. Dabei landete alles, was länger als ein Jahr nicht mehr benutzt wurde und vielleicht noch bei anderen Leuten Gefallen finden könnte in den Flohmarktkisten und der Rest – im Müll.
Der Tag des großen Hinterhofverkaufs nahte, aber so richtig verkauft haben wir irgendwie trotzdem nichts, dafür aber wie auch immer 70 Euro eingenommen.
(Zudem beinahe eine Anzeige der örtlichen Polizei wegen „Beschmutzng öffentlichen Eigentums“ kassiert, da ich böses Mädchen mir es tatsächlich getraut hatte mit KREIDE auf der Straße (alias öffentlich Eigentum) auf die Verkaufsaktion aufmerksam zu machen!)

Is there a better reason for getting rid off your stuff then a jumble sale?
No, we don’t think so and that’s why we took a few hours to go through all our belongings and put everything we didn’t touch for a year into the fleamarket boxes (or into the bin, if it was crap anyway).
The big day of the backyard jumle sale came and it brought a few people who took some of our stuff (for about 70€) but our cellar is still filled with 90% of the stuff we wanted to get rid off.
It was a nice day with our neighbours, though! And a nice goodbye to the awesome people we will leave with moving to our new flat.
(Oh, and I nearly got busted by the police for damaging „public properties“ by announcing our fleamarket on the roads with CHALK!)

DIY Weeks

Bitte für die deutsche Variante herunterscrollen!

I like doing stuff myself, but I kind of don’t take the time to do it.
But I did over the last three weeks (when it remained quiet on this blog).
I made over 75 invitations by hand. Doesn’t sound much? Well, I wrote all the stuff inside by hand as well.
It took me hours and hours, but I think it was really worth it.
When we started thinking of ideas for our wedding invitations we looked in books for weeks at the library. One day we sat down together and checked on the internet, because we wanted to print the nearly 70 invitations we had to do. We found A LOT. BUT we didn’t like any.
After about four hours or so my beloved asked, if I thought I could write them, old – fashioned, by hand… I didn’t even take time to think about it and said: „YES.“ (as I did before, you know, on a bridge in Rome :-D)
In the beginning it was rather easy, I just loved every single one I made. Writing was like meditation for me. But after I finished 20 or so, I started to hate it, some invitations went bad, and oh well, I had to do them again. When I had done about 50 or so (10 of them went straight into the bin) I considered myself as insane and just wanted to quit. By 65 I didn’t even want to get married anymore, but then came the day, when I had two so boring lectures, that I just finished the left over ones, without even realizing! (thanks to my theology of the religion and the religions teacher!)
Well, you can only imagine how proud I was of myself, when I went to post my stack of work.
It might have cost hours to do this and surely some nerves, probably some screaming at my hubby to be (I love you too bits, I know you know, Schnucki!) BUT we have the nicest invitation in the world, in two different languages, in lots of different styles (e.g. nice big letters for grandma) and they are surely made with as much love, as you need to say „YES“.
(And we saved about 70 €, which went directly into the honeymoon box.)

It’s 106 days until our wedding!

Ich mag selbermachen, aber oft nehme ich mir einfach nicht die Zeit dazu. Anders in den letzten drei Wochen, in denen ich unsere über 75 Hochzeitseinladungen per Hand gebastelt und beschriftet habe.
Es dauerte Stunden und kostete einige Nerven, aber wir finden, es hat sich gelohnt.
Vor Wochen schon begannen der Liebste und ich in der Bibliothek nach Ideen für unsere Einladungen zu suchen. Eigentlich wollten wir ein Design erstellen und die Karten dann drucken lassen.
An einem freien Tag, setzten wir uns schließlich an den Computer, um im Internet das finale Design zu ersurfen.
4 Stunden später hatten wir immer noch keine Idee, aber dafür wussten wir bereits, dass die Seiten wo wir uns das Drucken leisten konnten, bereits Druckvorlagen hatten – mit wahlweise oder kombiniert rosa Herzen, weißen Tauben, goldenen Ringen und tollen Sprüchen a la „Wir TRAUEN uns!“ (haha)
Irgendwann fragte dann der Liebste, ob ich die Karten nicht einfach selber schreiben will und ich sagte, wie schon vor fünf Monaten in Rom: „Ja, ich will!“
Gut überlegt hatte ich natürlich nicht.
Einladung 1-20 machten noch richitg Spaß. Das Kalligraphie – Buchstabenmalen war Entspannung für mich.
Von da an ging bergab. Ich sah ein, dass ich verrückt geworden war, die Einladungen wurden immer hässlicher, die Schrift krumm und ein ganzer Stapel wanderte erstmal in den Müll.
Als ich die Fünfziger – Marke (mit 20 Prozent Ausschussware) geknackt hatte, wollte ich endgültig hinschmeißen, schaffte es aber noch bis etwas zu Nummer 65 und war bereit allesamt zu verbrennen und zudem der Meinung, dass Heiraten sowieso überflüssig sei und überhaupt! (Keine Angst Schnucki, ich liebe dich noch immer und du wirst mich nicht los, auch wenn ich nochmal so viele Einladungen schreiben muss!)
Eines Tages kam dann meine Rettung in Form von zwei todlangweiligen Vorleseungen (Herzlichen Dank nochmal an den Dozenten von „Theologie der Religion und der Religionen) und ich schaffte den Rest der über 75 Einladungen, ohne es zu merken und plötzlich war ich fertig!
Ihr könnt euch meinen Stolz sicher vorstellen, als ich meinen Batzen zur Post brachte und an Freunde, die in der Nähe wohnen, verteilte.
Diese Aktion brachte mir die wohl schönste Einladung der Welt, einen gewonnenen Kampf gegen mich selbst und rund 70 € Ersparnis gegenüber den gedruckten Karten, die direkt in die Flitterwochendose und somit hoffentlich nach Australien wandern…

Es sind noch 106 Tage bis zu unserer Hochzeit!