Containern

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Mitlerweile haben wir es wohl alle irgendwo gehört:
im Durchschnitt wirft jeder Deutsche wirft pro Jahr 82! Kilogramm Lebensmittel in den Müll und das Schlimmste daran: die meisten dieser Lebensmitel könnten noch gegessen werden und landen nur im Müll, weil sie nicht mehr schön aussehen, oder das MINDESThaltbarkeitsdatum abgelaufen ist.
Ich fand Essensverschwendung schon immer schlimm und seit ich den Film gesehen habe, beschloss ich, dem etwas entgegen zu setzen und selbst einmal Containern zu gehen.
Wers nicht kennt: Man schleicht sich nach Ladenschluss im Schutze der Dunkelheit zu einem beliebigen Laden und räumt alles noch Essbare vom Container in seinen Rucksack und nimmt es mit, freut sich, wäscht Unabgepacktes ordentlich mit heißem Wasser und verzehrts 🙂 )
Der Liebste stand dem ganzen ziemlich skeptisch gegenüber, aber wir versuchten es dann doch – und wurden promt auf einem Parkplatz eingeschlossen ohne auch nur irgendwelchen Containern nahe zu kommen. Wir kamen glücklicherweise unbemerkt frei, indem wir uns durch eine 20cm breite Lücke quetschten.
Damit hatte der Liebste dann vorerst vom Containern die Nase voll, aber wozu hat man Freunde?
Versuch Nummer Zwei startete mit Miss Dreadhead, die sich sowieso gerade in Geldnöten befindet, weil ihr das BaföG reichlich gekürzt wurde.
Nach einer Internetrecherche ging es bepackt mit Rucksäcken, Taschenlampe, Gummihandschuhen, Feuchttüchern und diversen Plastiktüten los zu Markt Nummer eins, einem kleinen K*****.
Leider befanden sich die Tonnen hinter Gittern, also hieß es klettern, aber oh Schreck – die Tonnen waren leer, folglich mühten wir uns aus dem Gitterkäfig heraus und erblickten zwei UNVERSCHLOSSENE, frei zugängliche Tonnen direkt vor dem Markt – und siehe da: beide Tonnen reich befüllt.
Die Freude war groß, vor allem auch die Freude über die kollektive Dummheit zuallererst zu klettern ohne in die frei zugänglichen Tonnen hineinzuspähen.
Weiter ging die Tour, zu Laden Nummer drei.
Hier kletterte es sich schon schwieriger, dafür schön mit Sichtschutz. Als alle Barrieren bezwungen waren erwartete uns eine ganze Tonnenversammlung, gefüllt mit verpacktem Biogemüse, diversen Eierkartons (noch mehrere Tage haltbar) und sogar eine Tüte Tiefkühl-Brötchen fand sich für die Miss Dreadhead-WG. Wir füllten die Rucksäcke im Eiltempo,verließen den Tonnenverschlag und teilten gerecht – ich finde es hat sich gelohnt!
Was denkt ihr zum Containern?


Just now you hear one thing EVERYWHERE on the Radio or read it in the newspaper: On average every German throws 82 Kilograms per year in the bin. Most of the stuff could still be eaten, but either it looks strange or the „best before“ date is off – people bin it, before checking if the stuff could be eaten.
I personally hate throwing food away and after watching „taste the waste“ I decided to „dumpster dive“ from now on.
If you don’t know dumpster diving, it’s what you think: After grocery shops close you go there and empty all eatable stuff out off their bins, take it home, give the unwrapped stuff a really good scrub with hot water and eat it!
My boyfriend didn’t like this idea too much, but came with me on my first dumpstering trip. Well, it didn’t go too well, we did not find any bins but were locked up in a car park. (BUT we escaped through a hole in the fence)
So he refused to go another time, but lukcily my friend Miss Dreadhead joined me.
We got our equipment together which contained (and will contain) a torch, plastic backs, backpacks, and  wipes.
The first store we went to had his bins locked away, so we climbed over the fence. (which was quite hard work by the way!) BUT: all bins were empty.
We climbed out disappointed and spotted some unlocked bins JUST in front of the shop and they were filled with joy! (about the stuff and about our stupidness to climb BEFORE checking those)
After filling our backpacks with BIO herbs for example we went on to the next shop.
Climbing here was harder, but at least well hidden so we could get on with business and found completely sealed vegetables and fruit, some egg cartons with their „best before“ dates a week ahead and breadrolls, which I happily donated to Miss Dreadhead and her flatmates.
We drove home happily and we definitely do it again. On the picture above you can see my share of what we found.
What do you think about dumpster diving?

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4 Gedanken zu „Containern

  1. I don’t really fancy the idea of going through rubbish to find something I can eat. However, I am careful with what I buy and eat. I choose paper over plastic and we now have a freezer, which helps so much since we can „choose“ what we eat instead of eating all of it because otherwise it will waste away 🙂

    • A freezer is a good idea! It really is shocking what is in the bin, I’d say 90 percent of it is not waste! And you don’t really have to „dig“ into, we just opened it, took the stuff from above and went. The only disgusting thin was the smell, but the picking stuff up just lasts for a minute.

  2. also die gefrierschrank variante praktizieren wir auch – vorallem bei gekochtem, was nicht verzehrt wird bzw. zuviel war. darüber freu ich mich IMMER, wenn ich was zum auftauen hab.

    aber zum containern: ich find das großartig! und vielleicht mach ich es auch mal… aber ich bin auch ziemlich ängstlich was das anbelangt, schließlich hab ich ja noch zwei kinder und ne anzeige wegen einbruchs oder auch diebstahl (müll darf man ja auch nicht klauen – wie sinnig…) kann ich mir nur schlecht leisten.
    so sende ich dir meine hochachtung und meine zustimmung 🙂

    glg
    halitha

    • Vielen Dank für die Hochachtung 😀
      Wir haben zum Glück bis jetzt nur Eimer gefunden, die schön versteckt lagen und ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass uns die Polizei anzeigt, selbst wenn sie uns erwischen, dann kippen wir den Müll eben fein säuberlich zurück 😀
      Naja, mal sehen, wie es so weitergeht, neulich musste ich nur noch Milch und Wurst kaufen, das war schon schön!

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