Weihnachten Im Schuhkarton²

„Tun Sie gelegentlich etwas, womit Sie weniger oder gar nichts verdienen. Es zahlt sich aus“ Oliver Hassenkamp

Genau das denke ich auch und packe daher gern ein Weihnachtspaket für ein fremdes Kind.
Und bekomme „dafür“ heute (zusammen mit dem Liebsten) mein eigenes Weihnachten im Schuhkarton :

Vielen Dank an des Liebsten Omma, Opa und Tantchen !

(und viel Spaß mit den vielen Verlinkungen :D)

 

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mind your own business

Ich bin nicht zu dünn und nicht zu dick.
Ich ernähre mich meistens gesund, mache einmal in der Woche Sport und fahre mit dem Rad zur Uni. Eigentlich bin ich ganz durchschnittlich und manchmal überkommt mich  einfach der Hunger nach fastfood.
So wie heute.
Also auf zum Bürger König und einen Burger bestellt. Ja, auch Pommes. Getränk: „COLA, bitte.“
Darauf mustert mich die Verkäuferin abwertend von oben bis unten.
„Wir hätten auch Cola light oder Coke Zero.“ teilt sie mir abschätzig mit.

(Wie gesagt, ich wiege nicht zu viel.)
„Nein, COLA. MIT ZUCKER. UND DER VOLLEN KALORIENZAHL. DENN WENN ICH COLA WILL, DANN TRINK ICH AUCH WELCHE!!!!!!“

Deutsche Bahn

Wertes db-Team.
Ich fahre relativ oft mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und bin immer wieder froh, wenn es nur Nahverkehrsfahrten sind, die auch bezahlbar bleiben. Nun wollte ich doch einmal eine längere Bahnreise antreten, da dies auch umweltfreundlicher ist, als Autofahren und auf die online Buchung, welche in den Medien hoch angepriesen wird, zurückgreifen
Ich bin zutiefst enttäuscht über das Verfahren der online Buchung.
Dieses System ist es sehr unübersichtlich, man kann beispielsweise wenn man eine Hin- und Rückreise bucht nicht auf den ersten Blick sehen, was die jeweilige Fahrt kosten soll.
Hinzu kommt ein langes und kompliziertes Klickverfahren, aber am Ende der Buchung bekommt man dennoch vor der eigentlichen Bezahlung das „Produkt“ nicht noch einmal zu sehen, weshalb es zu Fehlkäufen kommen kann, wie es mir gestern geschehen ist.
Nachdem ich mich mühsam durchgeklickt hatte und gerade bezahlen wollte (übrigens kann man das heutzutage bei fast allen modernen Internetgeschäften auch per Bankeinzug, bei Ihnen zu meinem großen Missfallen leider nicht), klickte ich auf okay und die Seite brach zusammen. Also musste ich noch einmal von vorn anfangen, mich durch das Prozedere zu arbeiten, wobei mir ein Fehler unterlief und ich ein Ticket für den 30.11 statt den 30.12. buchte.
Zuerst war ich traurig und  ärgerlich sowohl über das verlorene Geld als auch die verlorene Zeit freute mich dann aber, als ich auf Ihrer Internetseite las, dass Umbuchungen kostenlos seien. Es folgte wieder ein ewiges durch die Seiten klicken, um zu erfahren, dass ich nun doch 15 € Stornierungsgebühren zahlen soll, weil mein Ticket mit ich bitte Sie 49! €  (Strecke L******-F*******) ein Sparpreis sei. Von einer öffentlichen Verkehrsmittelfirma, von der man sowohl am eigenen Leib als auch aus den Medien sommers wie winters nur von Verspätungen, Zugausfällen, Zugüberfüllungen, etc. pp. erfährt, sollte man unter einem „Sparpreis“ etwas anderes erwarten.
Ich bin sehr enttäuscht von der deutschen Bahn und froh, dass in Deutschland bald flächendeckend Reisebusse wie in Großbritannien eingeführt werden sollen und es genug Menschen gibt, die Mitfahrgelgenheiten anbieten, auf die man glücklicherweise ausweichen kann.
Ich werde dies auch in Zukunft tun und die DB soweit es geht vermeiden und auch allen Freunden und Bekannten raten, selbiges zu tun.
Margarete Audrey

Manchmal muss man sich eben die Sorgen vom Leib schreiben, auf die Reaktion bin ich auf jeden Fall gespannt.

Weihnachten im Schuhkarton…

…ist die weltweit größte Geschenkeaktion für bedürftige Kinder, ich finds toll und schenke gern  und mache daher jedes Jahr aufs neue mit, nur dieses Jahr war ich etwas spät dran und hätte der Liebste das Paket gestern nicht noch durch die halbe Stadt zur Abgabestelle gefahren, wäre wohl ein Kind mehr leer ausgegangen.
Die Pakete werden für Kinder in drei Altersgruppen (2-4,4-10,10-14 Jahre) geschlechterspezifisch gepackt und gehen anschließend auf eine mehrwöchige LKW-Reise, um dann pünktlich zu Weihnachten Kindern der ärmeren Teile Europas eine Freude zu machen. Letztes Jahr konnten 511009 Schukartons verschenkt werden!  ich hoffe dieses Mal sind es noch ein paar mehr.
Ich sammle immer das ganze Jahr über Werbegeschenke und kleinere Sachen, die ich nicht brauche und entscheide dann danach, für wen das Paket sein soll, dieses Jahr befanden sich in meiner Sammlung Sticker, eine Haarspange und ein Armband, ein Schreibheft und ein wunderschöner pinkfarbener Taschenrechner, also entschied ich mich für MädchenPaket.
Drin sind außerdem noch:
– ein Teddy aus der Sammlung vom Tantchen des Liebsten
– eine Federmappe
– ein Puzzle
– Filzer, Buntstifte, Bleistifte
– Lineal, Radiergummi, Spitzer
– ein Malbuch mit Tierschablonen
– Schokokäfer und Lollies
– Zahnbürste, Zahnpasta und Creme

Wer es dieses Jahr nicht geschafft hat, sich an der Aktion zu beteiligen, der SOLLTE gern nächstes Jahr mitmachen oder könnte vielleicht die 6 Euro Versandkosten zu meinem Karton beitragen? Spenden könnt ihr hier.

Schwarz-Weiß Malerei

Da das Trubelmädchen und ich beide Mal Pädagogen sein werden, machten wir uns gestern auf, uns weiterzubilden.
Ein Vortrag sollte es sein, über Rassismus in der Kinderliteratur.
Statt fand er in unserer allerschönsten Unibibo, daher dachte ich auch irgendwie, er wird von Professuren gehalten und auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, aber falsch gedacht, denn es sprach eine Dame vom AntiDiskriminierungsbüro.

Zuerst wurde uns mitgeteilt, dass es keinen einzigen Helden in deutschen Kinderbüchern gibt, der schwarz ist – mag sein, aber gibt es afrikanischen Kinderbüchern weiße Helden?
Als nächstes lernten wir die besonders bösen „Klassiker“ aus dem Kinderzimmer kennen, welche Kindern eindeutig rassistische Ideologien vermitteln zum einen Der Struwwelpeter und andererseits Robinson Crusoe.
Ich stimme der Referentin zu, beide diese Bücher vertreten rassistische Ideologien, zum Beispiel bei Robinson, dessen Freund Freitag sich ihm völlig unterwirft, weil er schwarz ist, aber wer liest denn diese Bücher seinen Kindern vor? Der Struwwelpeter ist ein grausames Buch, Daumenlutschern hackt man die Daumen ab, Kippler werden lebendig begraben und wer Muttis Süppchen nicht mag, muss elendig verhungern.
Auch die Geschichte von Robinson, der auf einer einsamen Insel strandet mag spannend klingen, aber hat schon einmal jemand versucht, dieses Buch zu lesen? Es hat 312 Seiten, auf denen fast nichts passiert, außer dass Robinson seinen Einklang mit Gott findet. Zudem ist es keinesfalls spannend oder etwa verständlich geschrieben, sodass ich nicht glaube, dass irgendein Kind von heute dieses Buch freiwillig in die Hand nehmen würde.
Das dritte vorgestellte Buch war da schon eher ein Klassiker: Pippi Langstrumpf.
Ja, auch die gute Astrid Lindgren, die uns ein ganzes Bücherregal bester Kinderbücher bescherte ist Rassistin. Zum einen wird in ihren Büchern das „N“-Wort verwendet (Zitat der Referentin), zum anderen werden die Schwarzen völlig verfälschlicht dargestellt, mit Baströckchen und unterwerfungswillig, weil die Weißen eine „so feine Haut haben“.
Der Oettinger Verlag reagiert seit 2010 auf diesen Rassismus. Aus Pipis Papa dem Negekönig ist ein Südseekönig geworden, die Taka-Tuka-Kinder heißen nicht mehr Negerkinderchen sondern Schwarze.
Ich hoffe das wird helfen, den Rassismus einzudämmen, es ist auch wirklich nichts dagegen einzuwenden, Bücher ein wenig mehr „migrantenfreundich“ zu gestalten. Aber vergessen wird dabei, dass Pippi Langstrumpf mittlerweile 65 Jahre alt ist. Damals war das Verhältnis zu Farbigen noch ein anderes und das Wort „Neger“ eventuell noch gar nicht negativ konnotiert wie heute. Und wer Pippi genauer liest, merkt schnell, dass diese gar nicht Negerprinzessin sein will und das Unterwerfen der takatukanischen Kinder für ein Spiel hält. Und zudem ist die Frage: Wie viel bekommen Kinder vom Rassismus eigentlich mit? Ist des Unterwerfen der Takatuka-Kinder bei Pippi Langstrumpf schlimm für ein farbiges Kind? Oder beschäftigt es Kinder genauso wenig, wie der Verbrennung der Hexe am Ende von Hänsel und Gretel?

Den Abschluss des Vortrages bildeten übrigens Bücher, die gerade das Gegenteil des Rassistischen darstellen, ein Miteinander verschiedener Kulturen. In einem der Bücher ging es dabei um eine Schlange und eine Eidechse, die trotz ihrer Verschiedenheiten zusammenlebten und sich zum Essen bespielsweise einfach Rücken an Rücken setzten, um dem anderen nicht zuschauen zu müssen, wie er seine Ekelhaftigkeiten verspeiste.
Die Referentin lobte das Buch in höchsten Tönen und ich fand es auch toll, bis sie uns das Ende der Geschichte erzählte: Da sagt die Echse der Schlange, dass sie ihren Kleinen Bruder verloren hätte und endet ihre Erzählung mit „Der war so süß.“ worauf die Schlange sich genüsslich den Mund leckt und antwortet: „Das stimmt.“