She’s so lovely

Lange gab es hier nichts zu hören hier bei margarete audrey, Schuld daran sind nur  mavisandfrank und Fräulein Tausendschön. Was Allison Ruß passierte, soll ein andermal berichtet werden, warum mich Fräulein Tausendschön vom Schreiben abhält, soll heute Bloginhalt sein.

Fürs Abi hat margarete audrey noch einmal die Schule gewechselt, vom Großstadtinternat ins fusionierte Provinzgymnasium. Schultag eins sah dann ungefähr so aus: margarete_audrey macht sich voller Aufregung zum ersten mal in ihrem Leben mit dem Schulbus auf den weiten Weg über sämtliche Kuhdörfer zur Schule. Dort begibt sie sich direkt in die prall gefüllte Aula mit geschätzten 1000 unbekannten Gesichtern. In der Aula stehen zwei Stuhlblöcke, jeder dieser Blöcke ist mit Gleichaltrigen besetzt, die sich feindlich anschauen, weil sie zum ersten fusionierten Jahrgang zweier feindlicher Schulen gehören, der „Tümpelpenne“ und dem „BerühmterPädogogenName Gymi“. Neue Schule ist übrigens die Tümpelpenne, in deren Block sich margarete audrey einfach so hineinsetzt und damit hinter sich gleich ein Getuschele a la „Die ist doch vom „BerühmterPädagogenname Gymi“ usw auslöst und sich sofort auf die andere Seite begibt, wo sie dann „Was will denn diese Tecihpennälerin hier?“ zu hören bekommt. Nein, Schultag eins war nicht leicht für margarete audrey, aber dafür lernte sie bald darauf nette EX „BerühmterPädogogenName Gymnasiasten“ kennen, darunter auch Fraulein Siebensachen, deren Cousine Fräulein Tausendschön, doch katzsächlich, wie Fräulein Siebensachen sagen würde, in margrete audreys Mathekurs saß.
Und in der nächsten Mathestunde fand margarete audrey Fräulein Tausendschön und in ihr tadaaaaaa eine beste Freundin.
In der Schule waren die Beiden eigentlich unzertrennlich, aber das Studium verschlug Fräulein Tausendschön dann 6,5 Autostunden nördlich, was margarete_audrey sehr traurig machte, denn eine Fräulein Tausendschön gibt es nur einmal in dieser Welt
Mit Fräulein Tausendschön kann man:
– einen unendlichen Lachflash bekommen
– mehr als vier Stunden am Stück telefonieren, obwohl man sich erst vor zwei Stunden gesehen hat
– sich wochenlang nicht sehen und trotzdem so fühlen, als hätte man erst gestern tschüss gesagt
– eine ganze Ladung Tiramisu verschlingen, ohne hinterher Gewissensbisse zu haben
– shoppen sogar bei Kaufland zu einem Erlebnis werden lassen
– stundenlang in einem Cafe sitzen und vorüberziehenden Menschen Dialoge in den Mund legen
– wunderbar entspannt verreisen.
Und genau das haben wir letztes Wochenende getan. Donnerstag morgens sagte margarete audrey: „Eigentlich würde ich gern noch mal mit Ihnen verreisen, Fräulein Tausendschön.“ Und darauf beschloss diese: Pack deine Sachen, margarete audrey, morgen gehts nach Prag.
Das war dann leider doch Fräulein Tausenschöns Partybus nicht zuzumuten, daher gab es „nur“ Urlaub im Ferienhäuschen vom Chef in Brandenburg.
Aber auch dort war es wunderbar entspannend, fast wie ein altes Ehepaar auf der Terasse zu sitzen, spazieren zu gehen, im Dunkeln zu liegen und über das Leben zu sinnieren wie man das halt so ist mit Fräulein Tausendschön, mit der es so schön ist, dass sogar der Liebste manchmal neidisch wird, weil sich margrete audrey mit noch einem Menschen in dieser Welt so gut verstehen kann, wie mit ihm.
Aber mach dir nichts draus, Fräulein Tausendschön, der Liebste mag dich trotzdem sehr, weil du mich froh machst – vielen Dank dafür.

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Meine Freundin…

…habe ich gestern nach unser beider Urlaub und langen fünf Wochen endlich wieder getroffen.Normalerweise treffen wir uns einmal die Woche verabredet, Mittwochs um sechs. Dann sitzen wir am liebsten draußen auf der Wiese hinter ihrem Haus und singen, denn Musik lieben wir beide sehr. Oder wir lesen gemeinsam ein Buch nach dem anderen.
Gestern sind wir kreativ geworden, auch eine unserer Lieblingsbeschäftigungen, mit Papier, Schere und Leim ist schönes Briefpapier für den Liebsten entstanden.
Das Chaos hinterher musste ich leider allein beseitigen, meiner Freundin liegt Ordnung nicht so
und plötzlich
wurde sie müde und ich musste ihr auch noch beim Ausziehen helfen, und sogar beim Zähneputzen.
Danach war es aber auch wirklich Schlafenszeit für meine Freundin, die Schrullerliese, meine wohl niedlichste Studiumfinanzierungsmethode.

children at play

Sie fehlen mir schon jetzt, alle sechs.
Es fehlt mir halb sieben von „I peed in my bed by accident, can you change it?“ geweckt zu werden, oder den Kriegsschauplatz nach dem Frühstück aufzuräumen.
Es fehlt mir, zehn Mal am Tag das selbe Buch vorzulesen, alle fünf Minuten einen Streit der Zwillinge zu schlichten, Pöter sauber zu wischen, Schnoddergesichter und Matschhände zu reinigen, vom vorpubertären Oliver zur Weißglut getrieben zu werden vor den dicken Spinnen Reißaus zu nehmen, die mir John ständig vor die Nase hält oder keine freie Minute zwischen sechs Uhr morgens und sieben Uhr abends zu haben.
Aber das ist auch gut so. Ich bin froh über meine sechs „Brüder“, die bitterlich weinen, wenn ich ihnen sage, dass ich am Nächsten Morgen wenn sie aufwachen schon im Flieger sitze und dann für a looong time erst einmal nicht mehr wiederkomme.
Es ist schön, wenn die Jungs sich dann in meinem Koffer verstecken wollen, um mit nach Deutschland zu kommen. (Aber natürlich nur, weil es bei uns zu Hause Nutella gibt und bei ihnen nicht 🙂 )

unser Urlaubslied