Blog Award

mama for sale ehrte mich diese Woche mit meinem ersten Blog Award.
Ich habe mich wirklich RIESIG gefreut und weil ich finde, dass auch eher “unbekannte” Blogs viele Leser haben sollten, mache ich auch mit!

Und das ist für die Nominierten zu tun:

Sinn und Zweck dieses Awards ist es, Bloggerneulingen die Chance zu geben, sich bekannt zu machen.
Es ist schwer, sich in der Unmenge von Webblogs hervorzutun und zu etablieren. Eine regelmäßige Leserschaft ist wichtig, um in den Tiefen des www wahrgenommen zu werden. Das wissen wir alle und deswegen soll der Award an Blogger verliehen werden, die einen selbst inspirieren und weniger als 200 regelmäßige Leser in ihrer Mitgliederliste eingetragen haben. Jeder, der einen Award erhalten hat, kann seine Freude an fünf weitere Blogger weiter geben, die die vorgenannten Voraussetzungen erfüllen. Wenn man den Award also erhalten hat, sollte man folgendes tun:
1. Poste den Award auf deinem Blog.
2. Verlinke deinen Nominator – als kleines Dankeschön.
3. Gib den Award an fünf Blogger weiter, die weniger als 200 regelmäßige Leser haben und informiere sie hierüber in einem Kommentar oder per Mail.

Leider habe ich das gleiche Problem wie mama for sale und lese fast ausschließlich blogs, die Englisch sind oder mehr als 200 regelmäßige Leser haben.
Nominiert werden daher nur drei :
1. eine Aupairfamilie Da ich selbst 10 Jahre als Aupair gearbeitet habe, ist es für mich sehr spannend mich in die Perspektive der Gastmutter hineinversetzen zu können.
2.Frau Schlitzie – Muddigeschichten zum Totlachen!
Lest es euch durch, KEINER ist so ironisch, sarkastisch und witzig wie sie.
3. Halitha , die aus allen möglichen Dingen schöne Sachen selber macht.
Falls ihr des Englischen mächtig seid, dann schaut doch mal hier vorbei, wo ich wirklich auch sehr gern lese:
Bei Names across nations berichtet Nell aus den USA von ihrer einjährigen Studienreise durch sieben Länder, in denen sie die Namensgebung des jeweiligen Landes erforscht – hochinteressant!

Und zu guterletzt: Sehr lesenswert ist auch der Blog meiner Freundin Ally, die diesen Blog ins Leben rief, weil sie mit Mann und Kind für zwei Jahre von Australien nach Deutschland zog. Mitlerweile hat sie ein Kind und viele Freunde rund um den Globus mehr und verweilt wieder im sonnigen Brisbane.
Lesenswert (Archiv!), um die deutsche Kultur zu reflektieren.
Viel Spaß beim Stöbern!

English version:This week I was honoured by mama for sale with the German blog award “Liebster Blog” which could be translated as favourite blog.
The idea of this award is, that you pass it on to other blogs, which you enjoy reading and which have less than 200 readers.
It’s a German award thing, so I gave itjust to German blogs. But because I also read English blogs, I mentioned my favourite ones of them as well, which had less than 200 readers.
Feel free to click some of them, the two last ones I posted are English.

 

Hofflohmarkt – Backyard Jumble Sale

Scroll down for an English translation, please.
Gibt es einen besseren Zeitpunkt um auszumisten als umzuziehen?
Eigentlich nicht. Daher entmisteten der Liebste und ich stundenlang jeder Schublade, jeden Karton, Keller und Kabuff. Dabei landete alles, was länger als ein Jahr nicht mehr benutzt wurde und vielleicht noch bei anderen Leuten Gefallen finden könnte in den Flohmarktkisten und der Rest – im Müll.
Der Tag des großen Hinterhofverkaufs nahte, aber so richtig verkauft haben wir irgendwie trotzdem nichts, dafür aber wie auch immer 70 Euro eingenommen.
(Zudem beinahe eine Anzeige der örtlichen Polizei wegen “Beschmutzng öffentlichen Eigentums” kassiert, da ich böses Mädchen mir es tatsächlich getraut hatte mit KREIDE auf der Straße (alias öffentlich Eigentum) auf die Verkaufsaktion aufmerksam zu machen!)

Is there a better reason for getting rid off your stuff then a jumble sale?
No, we don’t think so and that’s why we took a few hours to go through all our belongings and put everything we didn’t touch for a year into the fleamarket boxes (or into the bin, if it was crap anyway).
The big day of the backyard jumle sale came and it brought a few people who took some of our stuff (for about 70€) but our cellar is still filled with 90% of the stuff we wanted to get rid off.
It was a nice day with our neighbours, though! And a nice goodbye to the awesome people we will leave with moving to our new flat.
(Oh, and I nearly got busted by the police for damaging “public properties” by announcing our fleamarket on the roads with CHALK!)

DIY Weeks

Bitte für die deutsche Variante herunterscrollen!

I like doing stuff myself, but I kind of don’t take the time to do it.
But I did over the last three weeks (when it remained quiet on this blog).
I made over 75 invitations by hand. Doesn’t sound much? Well, I wrote all the stuff inside by hand as well.
It took me hours and hours, but I think it was really worth it.
When we started thinking of ideas for our wedding invitations we looked in books for weeks at the library. One day we sat down together and checked on the internet, because we wanted to print the nearly 70 invitations we had to do. We found A LOT. BUT we didn’t like any.
After about four hours or so my beloved asked, if I thought I could write them, old – fashioned, by hand… I didn’t even take time to think about it and said: “YES.” (as I did before, you know, on a bridge in Rome :-D )
In the beginning it was rather easy, I just loved every single one I made. Writing was like meditation for me. But after I finished 20 or so, I started to hate it, some invitations went bad, and oh well, I had to do them again. When I had done about 50 or so (10 of them went straight into the bin) I considered myself as insane and just wanted to quit. By 65 I didn’t even want to get married anymore, but then came the day, when I had two so boring lectures, that I just finished the left over ones, without even realizing! (thanks to my theology of the religion and the religions teacher!)
Well, you can only imagine how proud I was of myself, when I went to post my stack of work.
It might have cost hours to do this and surely some nerves, probably some screaming at my hubby to be (I love you too bits, I know you know, Schnucki!) BUT we have the nicest invitation in the world, in two different languages, in lots of different styles (e.g. nice big letters for grandma) and they are surely made with as much love, as you need to say “YES”.
(And we saved about 70 €, which went directly into the honeymoon box.)

It’s 106 days until our wedding!

Ich mag selbermachen, aber oft nehme ich mir einfach nicht die Zeit dazu. Anders in den letzten drei Wochen, in denen ich unsere über 75 Hochzeitseinladungen per Hand gebastelt und beschriftet habe.
Es dauerte Stunden und kostete einige Nerven, aber wir finden, es hat sich gelohnt.
Vor Wochen schon begannen der Liebste und ich in der Bibliothek nach Ideen für unsere Einladungen zu suchen. Eigentlich wollten wir ein Design erstellen und die Karten dann drucken lassen.
An einem freien Tag, setzten wir uns schließlich an den Computer, um im Internet das finale Design zu ersurfen.
4 Stunden später hatten wir immer noch keine Idee, aber dafür wussten wir bereits, dass die Seiten wo wir uns das Drucken leisten konnten, bereits Druckvorlagen hatten – mit wahlweise oder kombiniert rosa Herzen, weißen Tauben, goldenen Ringen und tollen Sprüchen a la “Wir TRAUEN uns!” (haha)
Irgendwann fragte dann der Liebste, ob ich die Karten nicht einfach selber schreiben will und ich sagte, wie schon vor fünf Monaten in Rom: “Ja, ich will!”
Gut überlegt hatte ich natürlich nicht.
Einladung 1-20 machten noch richitg Spaß. Das Kalligraphie – Buchstabenmalen war Entspannung für mich.
Von da an ging bergab. Ich sah ein, dass ich verrückt geworden war, die Einladungen wurden immer hässlicher, die Schrift krumm und ein ganzer Stapel wanderte erstmal in den Müll.
Als ich die Fünfziger – Marke (mit 20 Prozent Ausschussware) geknackt hatte, wollte ich endgültig hinschmeißen, schaffte es aber noch bis etwas zu Nummer 65 und war bereit allesamt zu verbrennen und zudem der Meinung, dass Heiraten sowieso überflüssig sei und überhaupt! (Keine Angst Schnucki, ich liebe dich noch immer und du wirst mich nicht los, auch wenn ich nochmal so viele Einladungen schreiben muss!)
Eines Tages kam dann meine Rettung in Form von zwei todlangweiligen Vorleseungen (Herzlichen Dank nochmal an den Dozenten von “Theologie der Religion und der Religionen) und ich schaffte den Rest der über 75 Einladungen, ohne es zu merken und plötzlich war ich fertig!
Ihr könnt euch meinen Stolz sicher vorstellen, als ich meinen Batzen zur Post brachte und an Freunde, die in der Nähe wohnen, verteilte.
Diese Aktion brachte mir die wohl schönste Einladung der Welt, einen gewonnenen Kampf gegen mich selbst und rund 70 € Ersparnis gegenüber den gedruckten Karten, die direkt in die Flitterwochendose und somit hoffentlich nach Australien wandern…

Es sind noch 106 Tage bis zu unserer Hochzeit!

Eltern auf Probe – Practising Parenthood

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Wenn man keine Verwandtschaft auf diesem Kontinent hat und dennoch über Nacht mal die Kinder loswerden muss, gibt es tatsächlich nur eine Lösung: den Liebsten und mich!
Und so verbrachten wir unser Wochenende ganz unstudentisch: mit Windeln, Brei und Nachtgeschrei.
Zwei Australierboys, Blondie, zwei und Dickie, ein Jahr alt, verbrachten bei uns die Nacht.
Die Boys aßen ihr dinner und schliefen zur rechten Zeit – Kinder sind sooo easy, dachten wir, bis Dickie dreiviertel zwölf das erste Mal nach seiner Flasche verlangte. Und um Zwei. Und halb vier, ja, wer mal ein Buddha werden will, kann beim Essen keine halben Sachen machen.
Irgendwann hatte er es dann auch geschafft: aus seinem Bettchen – in unsere Mitte, der Ruhe wegen (und weil wir einfach nicht mehr vom halbhohen Bett herunterklettern wollten, um das Dickie-Paket aus seinem Bettchen heraus und wieder hinein zu bugsieren). Dort entschlummerte er friedlich, an der dritten 250ml-Pulle in acht Stunden zutzend. (Kinder – NIEMALS!)
Morgens um sechs erwachte der Kerl, schon wieder (!) und bemerkte wohl plötzlich, dass es nicht Mama und Papa sind, mit denen er die Koje teilt, worauf er sogleich sein allerfeinstes Kriegsgeschrei begann.
Margarete Audrey zog den Boy nun liegend zu sich heran, um ihn zu beruhigen, und siehe da: BRÜSTE haben noch jeden Mann beruhigt. Der Dickie schmiegte seinen Kopf zwischen meine, und schlief Bauch auf Bauch wieder ein, blöd nur, dass Blondie keine zehn Minuten später seinen Schönheitsschlaf für beendet erklärte.
So saßen wir nun also, viertel nach sechs, zu viert in unserem Bett, aber zum Glück war der Babysitter youtube nicht weit und nach ein, zwei, drei Folgen waren auch die “Eltern für ne Nacht” wieder gesellschaftsfähig. (Ich glaubte echt mal, man kann Kinder auch ohne Fernseher aufwachsen lassen – ab und zu ist die digitale Nanny aber einfach nicht ersetzbar). Frühstück essen, Brote schmieren und mit Eulenfreundin, deren Kind und Mann in den Zoo und irgendwie war der Tag mit den boys dann doch so schön, dass wir das mit dem Kinderwunsch wohl nochmal überdenken. ;-)

If you have kids you need to get rid off for one night and if you have no relatives on this continent, there’s just ONE soulution: my fiancèe and me.
So that’s why last weekend we ended up having two kids, Blondie, who is two an his younger brother little Buddha, who recently turned one.
The boys ate their dinner and went to bed early. Kids are sooo easy we thought until little Buddha woke up for the first time at quarter to twelve. And half past one. And at four. Well you know, somebody who wants to be as big as Buddha has to keep up with his weight, by drinking bottle after bottle of milk. I don’t remember when, but he made it into our bed at some point. That was just way easier, than picking up the rather heavy bundle and laying him down again. (Children, definitely not for us!)
At six Mr. Buddha woke up – again, crying his loudest cry ever, because he realized that the guys he was sharing a bed with were NOT his parents.
I pulled him over to me, half asleep to comfort him, and you know what did the trick? (a clue: he is a growing man) BOOBS. He just put his head down between them and fell asleep immediately. BOYS!!!
But we couldn’t go back to sleep, because Blondie decided that the night was over now (at about quarter past six.) So he made it into our bed as well and I found the electronical nanny and some “bananas in pajamas” episodes on youtube , as requested by Blondie, so we could doze off for another minute, to wake up properly anyway. (Did I ever think I could raise children without Television? Definitely not, sometimes there’s just no one more handy than the electronical nanny!)
We got up, went to the Zoo and had the nicest day ever with these two small minis.
(so we actually might think about not having kids once more ;-) )

Räubern – Robbering

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Musstet ihr als Kinder euch nach der Schule auch immer die “guten” Schulsachen ausziehen, um zu Hause in die “Räuber” oder “Schlumpy”klamotten zu wechseln?
Bei uns im fast Dorf war das zumindest so.
Und kaum hatte man seine Schulidentität ab- und das Räubersein übergestreift konnte der Feldzug durch Wald und Wiesen auch schon beginnen. Manches Mal musste dabei auch dem Räubernamen alle Ehre gemacht werden, und man stieg in alte Häuser ein. Hier im Osten gibt es davon tatsächlich noch welche, in denen nicht nur Spinnen oder Ratten hausen, sondern die noch komplett eingerichtet sind, weil die damaligen Bewohner fluchtartig “rüber” gemacht sind.
Manchmal finden sich dabei wahre Schätze und darum konnte ich das Räubern bis heute immer noch nicht ablegen, wie meine längst zu klein gewordenen verlodderten Räuberhosen aus Kindertagen und praktiziere das Räubertum weiterhin ab und zu erfolgreich mit anderen ehemaligen Dörflern.
Heute ziehen wir eben durch die Stadt, heute erwarten wir nicht mehr die großen Schätze, aber erfreuen uns dafür an street art.
Zieht der zerfledderten Hosen an, kommt mit Räubern und seht selbst:

When I was a kid and returned from scholl there was only one thing to do: Change from the “posh” schoolclothes into old/ripped/stained “robbery” clothes to play outside.
And surely with wearing robbery clothes, you have to leave your own identity behind and change into your robber-self.
Which, in my childhood time’s case (in a teeny tiny village like town) meant for us kids: spot old houses, get into them (not always legally) and find the treasure!
You might think that all you find in old houses is dust, dirt and the ocassional rat, but that’s not the case for some GDR buildings. Some people left the GDR illegally to “go west” and left all behind except for a few personal belongings they could take with them. So if you are lucky you can find fully furnished houses back here! And since my childhood was just a couple of years after the wall came down, we got lucky at some times.
“Robbering” is one thing I just can’t leave behind with growing up and that’s why sometimes we still go. Today we don’t enter old houses anymore (treasures are gone anyway) but we find closed down factories and roam around to spot something you can’t take home, but get pleasure from nevertheless: Street art.
Just check for yourself, come robbering with me: